Lindenfels

Burg- und Trachtenfest Zwar ist der wichtigste Termin der Lindenfelser für dieses Jahr abgesagt worden, es gibt aber ein kleines Ersatzprogramm

Kleiner Umzug und Musik von der Burgmauer

Archivartikel

Lindenfels.In Lindenfels wird in diesem Jahr zwar kein Burg- und Trachtenfest gefeiert werden. Dennoch soll es am ersten Wochenende im August ein kleines Programm geben, das an die Großveranstaltung erinnern soll, wie die Stadt mitteilte.

Wegen der Corona-Epidemie war das für die Zeit vom 31. Juli bis zum 3. August geplante Burgfest vom Verkehrsverein als Ausrichter abgesagt worden. Um trotzdem an den Termin zu erinnern, werde die Stadt Burgstraße und Burg wie eigentlich geplant in der Zeit vom 27. Juli bis zum 10. August beflaggen.

Zudem rufen die Verantwortlichen des Verkehrsvereins die Lindenfelser Bürger auf, am Sonntag, 3. August, nachmittags in ihren Trachten auf die Straße zu gehen. Auch damit solle verdeutlicht werden, dass trotz Corona Lindenfels hinter seinem Stadtfest stehe. „Schön wäre es auch, wenn über das Burgfest-Wochenende die Fahnen an den Häusern wehen würden“, heißt es in der Mitteilung des Verkehrsvereins weiter.

Am Samstag, 2. August, wird ab etwa 21.45 Uhr die Burg beleuchtet. Auf ein Feuerwerk wird allerdings verzichtet. Am Sonntag ab 14 Uhr ertönt von der Burgmauer der für Besucher geschlossenen Burg Festmusik von der Trachtenkapelle. Zudem wird die restaurierte Postkutsche angespannt werden und die Nibelungenstraße durchfahren. Das Regionale Kulturerbe wurde in den vergangenen Monaten saniert und ist jedes Jahr fester Bestandteil des Trachtenzugs zum Burgfest.

Stadt verkauft Fähnchen

Burgfest-Fans können Eintrittsbändchen mit dem Aufdruck „Burgfest 2020 – Sponsor“ kaufen, um ihre Verbundenheit zu dem Traditionstermin zu zeigen. Die Eintrittsbändchen wurden in einer limitierten Auflage hergestellt und können ab Montag, 20. Juli, im Kur- und Touristikservice zum Preis von drei Euro (vier Stück für zehn Euro) gekauft werden. Die Fähnchen garantieren den Sponsoren im nächsten Jahr am Burgfest-Sonntag den freien Eintritt in die Burg.

Mit dem Kauf einer limitierten Auflage von Burgfest-Eintrittsfähnchen, welche Bürgermeister und Verkehrsvereinsvorsitzender Michael Helbig hier präsentiert, können die Bürger das ausgefallene Fest und den Verkehrsverein unterstützen. Diese Fähnchen ermöglichen im Jahre 2021 am Sonntag den freien Eintritt beim Burgfest.

Die Stadt hatte im Mai alle Termine auf der Burg in diesem Jahr abgesagt. Betroffen davon ist in erster Linie das Burg- und Trachtenfest als größte Veranstaltung des Jahres in der Stadt. Abgesagt wurde aber auch die Aufführung der Operette „Die Lustige Witwe“, die am 19. Juni auf dem Terminkalender stand. Am 17. und 18. Juli hätte das Kutsch-Open-Air der Diskothek Ye Old Carriage Inn gefeiert werden sollen.

Das erste Lindenfels-Festival in der Zeit vom 14. bis zum 16. August, das von einem Veranstalterteam und dem Verkehrsverein (VVL) vorbereitet wurde, wurde ebenfalls gestrichen. Weiter betroffen sind die Italienisch Nacht am 22. August und das Kino-Open-Air der Sparkassenstiftung Starkenburg in Heppenheim, das für den 27. bis 29. August geplant war. Auch das für den 11. September geplante Whisky-Tasting des Verkehrsvereins im Burgkeller wurde bereits gestrichen.

Alle abgesagten Veranstaltungen sollen auch nicht nachgeholt werden, sondern werden im Sommer 2021 neu angeboten. Termine dafür gibt es allerdings noch nicht.

Die Vorbereitungen für die großen Veranstaltungen waren wegen der Corona-Epidemie schon im März nahezu komplett eingestellt worden. Seit dieser Zeit waren Bürgermeister Michael Helbig und Klaus Johe, der Geschäftsführer des VVL und Hauptkoordinator der Veranstaltungen rund um die Burg, im Gespräch mit den Veranstaltern, um das weitere Vorgehen zu beraten.

Zwar sind in Hessen Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern unter Auflagen wieder zugelassen. Die Veranstalter waren aber der Meinung, dass das Ansteckungsrisiko zu groß ist – unabhängig von der Beschränkung der Besucherzahl. Diese wiederum entziehen den Veranstaltungen die wirtschaftliche Grundlage.

Das Risiko ist zu groß

Da – gerade beim Burgfest – auch ältere Menschen und solche mit Vorerkrankungen unter den Gästen gewesen wären und eine Registrierung der Teilnehmer zentral nicht möglich ist, erschien das Risiko, das Fest in anderer Form zu feiern, zu groß. Abstandsregelungen seien schwer einzuhalten und auch spezielle Hygieneauflagen für derartige Besuchergrößen nicht leistbar, hieß es aus dem Rathaus.

Hinzu kommt, dass die Burg für die Veranstaltungen jeweils hergerichtet wird. So werden Überdachungen und andere Installationen für das Burgfest geschaffen, die dann auch bei anderen Terminen genutzt werden. Der sehr kosten- und arbeitsintensiv Aufbau sei aber nicht finanzierbar, wenn nur an einigen der Termine festgehalten werde.

Auch der Ökomarkt auf der Burgstraße am 6. September und die Brauchtumstage rund um das Museum und das Bürgerhaus am 3. und 4. September sind inzwischen wegen der Infektionsgefahren abgesagt. Lediglich über die Weihnachtsmärkte in Lindenfels und Schlierbach ist bisher keine Entscheidung gefallen.

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