Lindenfels

Dürre Wegen der Trockenheit wurde die Musikveranstaltung am alten Steinbruch untersagt / Tickets auch im nächsten Jahr gültig

Lagerfeuerkonzerte fallen aus

Lindenfels.Die extreme Wetterlage schränkt die Lindenfelser Kultur- und Freizeitangebote in diesem Sommer immer mehr ein. Nachdem Anfang der Woche bereits das Burgfest-Feuerwerk wegen der anhaltenden Waldbrandgefahr abgesagt wurde, fordert die Hitze nun ein weiteres Opfer: Wie Organisator Lennart Scheuren bekanntgab, werden nun auch die für das übernächste Wochenende (10. bis 12. August) geplanten Lagerfeuerkonzerte am Grillplatz im alten Steinbruch ausfallen.

Bereits vor drei Wochen habe sich abgezeichnet, dass die andauernde Hitze und der ausbleibende Regen ein Problem werden könnten, schreibt Scheuren in seinem Newsletter. In Absprache mit dem Ordnungsamt habe das Organisationsteam über eine sichere Variante eines Lagerfeuers nachgedacht, um einem Waldbrand durch Funkenflug vorzubeugen. „Man hätte ein Feuer simulieren oder auch Kerzen benutzen können“, sagte er im Gespräch mit dem BA. Vor ungefähr einer Woche sei aber klar geworden, dass offenes Feuer komplett ausgeschlossen ist. Für heute ist wieder die höchste Warnstufe beim Waldbrandgefahrenindex des Deutschen Wetterdienstes angekündigt. Forst- und Ordnungsämter haben die Grillplätze in der Region gesperrt. Das Organisationsteam akzeptiere die Entscheidung der Behörden und gönne der Kulturlandschaft ihre Ruhe, um sich von der anstrengenden Wetterlage zu erholen.

Zwar werde an dem Wochenende möglicherweise nur noch die zweithöchste Stufe herrschen. Scheuren hält aber auch dann die Lagerfeuerkonzerte für zu gefährlich. „Diesen Entschluss zu fassen war nicht leicht“, bekennt der Veranstalter der Konzerte, bei denen in den vergangenen Jahren Musiker mit akustischen Klängen, ohne viel technischen Aufwand, hunderte begeisterte Zuschauer in die heimelige Atmosphäre am Steinbruch eintauchen ließen.

Hoffnung auf 2019

Auch im Sommer 2017 meinte es das Wetter nicht gut mit der Party. Wegen des nun herbeigesehnten Regens fiel der erste von zwei Festivaltagen aus.

Damals wie heute gab es Überlegungen, den Veranstaltungsort zu verlegen. „Teamintern haben wir uns aber dazu entschlossen, dieses Jahr keine Kompromisse einzugehen. Nach dem Motto ,ganz oder gar nicht’ wollen wir es im nächsten Jahr wieder versuchen“, heißt es von Scheuren. Das Festival um ein paar Wochen, auf kältere Tage, zu verschieben, sei keine Option: „Es war der einzige Termin, zu dem alle beteiligten Künstler Zeit hatten.“

Wer bereits ein Ticket im Vorverkauf erworben hat, kann sie jetzt entweder umtauschen oder für das nächste Jahr aufheben, sie sind dann immer noch gültig. Alle Ticketkäufer werden im Laufe dieser Woche über ihre Optionen persönlich informiert.„Wir sind voller Zuversicht, dass es dann endlich klappen wird und die Lagerfeuerkonzerte in ihrer ganzen Pracht strahlen können“, sagt Scheuren. red/kbw

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