Lindenfels

Kultur Nachdem das Lindenfelser Festival abgesagt wurde, suchen die Organisatoren nach einer Alternative

Life-Team plant eine Trost-Veranstaltung

Archivartikel

Lindenfels.Allzu viel Zeit für Trübsal haben sich die Organisatoren des Lindenfels-Festivals nach der Absage der für Mitte August geplanten Veranstaltung nicht genommen. Wegen des Corona-Risikos und der vom Land Hessen festgelegten Obergrenze von 100 Teilnehmern für Veranstaltungen fallen das neue Kulturfest Life 2020 und alle anderen für dieses Jahr geplanten Publikumsmagnete auf Burg Lindenfels aus, darunter etwa die Italienische Nacht, das Kutsch-Open-Air und das Burg- und Trachtenfest (wir haben berichtet).

Das Team um den Klangregisseur Lennart Scheuren will nun zusammen mit Vereinen aus der Stadt eine Trost-Veranstaltung auf die Beine stellen. „Wie das dann aussehen wird, ist noch ganz offen. Wichtig ist, dass die Sicherheit im Vordergrund steht und es möglichst kontaktlos abläuft“, sagt der Lindenfelser.

Aufruf per Video

Mit einem Facebook-Video werben das Life-Team und die Vereine um Vorschläge. In dem kurzen Clip kommen auch der Verkehrsverein, der SV Winterkasten und die Kolmbacher Feuerwehr zu Wort, die alle auch in verschiedenen Formen am Festival mitgewirkt hätten, außerdem das Drachenvolk. Sie sollen stellvertretend für weitere Vereine, stehen die sich ebenfalls bei dem neuen Alternativ-Fest einbringen wollen, erklärt Scheuren.

Das passe auch gut zum Motto, unter dem das Life 2020 eigentlich hätte stehen sollen: „Vom ich zum wir“. Von Anfang an hatten die Organisatoren Gruppen und Einzelpersonen dazu aufgerufen, sich an den Planungen zu beteiligen, damit das Fest von unten nach oben wächst. Mit dem jetzigen Engagement sei dieser Punkt tatsächlich erreicht, freut sich Scheuren. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf das kommende Jahr, in dem das Life-Festival in seiner ursprünglich angedachten Form über die Bühne gehen soll.

Große finanzielle Einbußen habe die Corona-Krise für die Planung der Veranstaltung nicht bedeutet, sagt Lennart Scheuren: „Wir hatten Glück im Unglück. Kurz vor dem Kultur-Shutdown wollten wir Verträge unterschreiben.“

Hoffnung auf 2021

Auch mit den Förderern habe sich das Team abgesprochen, diese hätten signalisiert, dass sie auch im nächsten Jahr im Boot sind. Dies gelte auch für einen Headliner, der für dieses Jahr schon feststand – und dessen Namen der Festival-Organisator mit Blick auf den geplanten Auftritt im Sommer 2021 noch nicht verraten will.

Ungeachtet der Corona-Krise sei auch das Jugend-Kultur-Parlament weiterhin aktiv, dass im Vorfeld zu dem Festival ins Leben gerufen wurde und Anfang des Jahres zum ersten Mal tagte. Es fänden regelmäßig Sitzungen statt, im Moment natürlich virtuell, sagt Scheuren. Da sich die Jugendlichen derzeit kaum bei Veranstaltungen einbringen können, gebe es Gespräche mit der Stadt über die Teilnahme an anderen ehrenamtlichen Aktivitäten – etwa dort, wo Freiwillige ausfallen, weil sie zur Risikogruppe gehören.

Info: Den Video-Aufruf für eine Alternativ-Veranstaltung gibt es unter facebook.com/ lindenfelsfestival

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