Lindenfels

Vortrag Reisegruppe der beiden Kirchengemeinden berichtet am 14. Februar über ihren Aufenthalt in Indien

Lindenfelser ritten auf Elefanten zur Festung

Lindenfels.Die katholische und die evangelische Kirchengemeinde Lindenfels laden für Freitag, 14. Februar, um 19.30 Uhr zu einer Diashow über eine Reise durch den indischen Subkontinent ein. Eine Gruppe von 17 Frauen und Männer beider Konfessionen hat unter der Leitung des in Lindenfels wohnenden tamilischen Priesters Pater George Jeganathan Indien bereist und dabei erlebt, wie verschiedene Religionen in Frieden zusammenleben.

Die Glöckchen der Hindutempel klangen mit dem Ruf des Muezzins und dem Geläut der christlichen Kirchen durch die Straßen, begleitet von dem Hupen der Busse und Tuk-Tuks sowie dem Klingeln der Fahrradrikschas. Das Erntedankfest Pogal feierten die Religionen zusammen. Die Odenwälder Gruppe hatte das Glück, das Fest in Pater Georges Heimatdorf mitfeiern zu dürfen.

An den beeindruckenden Tagen im Norden Indiens standen ein Besuch des hinduistischen Akshardam-Tempels am Stadtrand von Delhi und des Taj Mahals in Agra, ein Ritt auf dem Elefantenrücken zur Festung Amber bei Jaipur, der Hauptstadt Rajasthans, und eine Fahrt mit der Fahrradrikscha durch die Pink City auf dem Programm.

Dann flog die Gruppe in den Süden Indiens nach Cochin, der größten Stadt des Bundeslandes Kerala. Von dort aus besuchte sie den Palast in Padmanathapuram und genoss während einer Fahrt auf einem Hausboot die Natur Keralas und den Alltag der Bewohner an den Backwaters, einer einmaligen Wasserlandschaft.

Die Reise führte bis zur südlichsten Spitze Indiens, wo das Arabische Meer, der Indische Ozean und der Golf von Bengalen zusammentreffen. Hier setzte die Gruppe gemeinsam mit unzähligen indischen Pilgern zu einer Gedenkstätte auf einer Insel über. Danach setzte sie ihre Reise nach Madurai mit seinen beeindruckenden hinduistischen Tempelanlagen und zu dem christlichen Wallfahrtsort Velankanni fort, der ganz im Zeichen der Marienverehrung steht. Über Pondicherry mit seinen Kolonialbauten gelangten die Lindenfelser nach Mahabalipuram mit seinem Küstentempel und den kunstvoll aus einem Stein gemeißelten Monolithen. Die Rundreise fand ihren Abschluss in der Hauptstadt Tamil Nadus, Chennai. In dem früheren Madras feierten Pater George und die Besucher aus Deutschland einen Gottesdienst an der Grabstädte des Apostels Thomas.

Essen vom Bananenblatt

Was die Reise besonders machte, waren nicht die touristischen Stationen, sondern die vielen Begegnungen, die Pater George ermöglichte. So besuchte die Gruppe das Kinderheim und die Schule, die Pater Georges Orden in Tamul Nadu unterhält sowie das Priesterseminar, in dem der Lindenfelser Seelsorger ausgebildet wurde. Außerdem hatte sie die Gelegenheit, das Leben in dem Heimatdorf des Geistlichen sowie Mitglieder seiner Familie kennenzulernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Überall wurden die Gäste herzlich aufgenommen und bewirtet. Dabei wurden die Speisen auf Bananenblättern serviert und mit den Händen zum Mund geführt, was eine sinnliche, wenn auch etwas gewöhnungsbedürftige Form der Nahrungsaufnahme war.

Ein wenig von dieser Gastfreundschaft sollen auch die Gäste am 14. Februar im katholischen Pfarrheim in Lindenfels erfahren, wenn sie mit Kostproben indischer Leckereien verwöhnt werden. red

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