Lindenfels

Insolvenz Der Lindenfelser Markt bleibt vorerst geöffnet / Die Besitzverhältnisse könnten sich ändern

Markthaus sucht neuen Betreiber für den Nahkauf

Lindenfels.Das Insolvenzverfahren des Markhauses Mannheim könnte auch Folgen für den Nahkauf haben, den das Unternehmen in Lindenfels betreibt. Zwar geht der Betrieb erstmal einmal weiter, wie Geschäftsführerin Sabine Neuber auf Nachfrage dieser Zeitung versichert. Das Markthaus suche aber nach einem Betreiber, der das Geschäft in der Nibelungenstraße übernimmt. Das Unternehmen befinde sich deshalb bereits in sehr vielversprechenden Verhandlungen, betonte sie. Wunschziel sei ein nahtloser Übergang noch im laufenden Jahr. „Im besten Fall würden die Kunden davon nichts mitbekommen“, führte Neuber aus. Eine Schließung sei für den Fall, dass sich kein neuer Betreiber findet, möglich: „Das wäre aber der Worst Case.“ Angestrebt werde der Erhalt.

Anerkannter Inklusionsbetrieb

Der Nahkauf ist derzeit der einzige Nahversorger in Lindenfels. Eine Zeit lang gab es überhaupt keinen, im April 2016 öffnete der inklusive Betrieb an der Nibelungenstraße seine Pforten und beendete diesen Zustand. Das Markthaus betreibt neben zwei Secondhand-Kaufhäusern mehrere Lebensmittelläden in der Region. Rund 100 Menschen sind beim Markthaus beschäftigt. Etwa 40 Prozent davon haben eine körperliche oder geistige Einschränkung.

Neuber hatte im Juli einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Mannheim gestellt. Am Dienstag hatte sie angekündigt, dass es zur Rettung des Unternehmens auch personelle Einschnitte geben wird. Zwar seien bereits Verträge nicht verlängert worden, erläuterte die Geschäftsführerin. Eine Verkleinerung der Mannschaft in Lindenfels sei aber nicht zu erwarten. Vielmehr gebe es dort unbesetzte Stellen, weswegen dort teilweise andere Kräfte aus dem Unternehmen aushelfen müssten. kbw

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