Lindenfels

Abfallgebühren

Millionenprofite mit Müll

Im Städtchen Lindenfels, der Perle des Odenwald, heißt es: „Samstags wird die Gass’ gekehrt.“ Eine städtische Satzung verpflichtet die Haus- und Grundbesitzer die Straßen und Bürgersteige vor ihren Anwesen sauber zu halten. Im Winter müssen die Bürgersteige vom Schnee und Eis befreit und begehbar gehalten werden. Zusätzlich ist es angebracht, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen für Personen, die auf dem Bürgersteig verunglücken.

Bei uns wird der Straßenkehricht mit Zigarettenkippen in dem 80 Liter Restabfallbehälter entsorgt. Wenig Grünschnitt vom Straßenrand gelangt in den 120 Liter Bioabfallbehälter. Papiertüten von verzehrten Backwaren und auch umherfliegende Werbepapiere werden dem 240 Liter Altpapierbehälter zugeführt. Schadhafte Glasflaschen landen im Glascontainer. Weggeworfene Plastikverpackungen von Süßigkeiten und ähnliches kommen in den Gelben Sack.

Für zehn Leerungen des 80 Liter Restabfallbehälters zahlt unser Haushalt 2018 49,70 Euro Mindestgebühr, die sich 2019 auf 55,38 Euroerhöht. Unser gewogener Restabfall war 2018 um 77,47 Prozent teurer als kommunaler Restabfall. Für 17 Leerungen des 120 Liter Bioabfallbehälters zahlt unser Haushalt 2018 79,98 Euro Mindestgebühr, die sich 2019 auf 89,16 Euro erhöht. Unser gewogener Bioabfall war 2018 um 92,73 Prozent teurer als kommunaler Bioabfall.

Für 13 Leerungen des 240 Liter Altpapierbehälters zahlt unser Haushalt 2018 15 Euro Mindestgebühr, die sich 2019 auf 34 Euro um 126,67 Euro erhöht. Unser gewogenes Altpapier war 2018 bereits 420 Prozent teurer als kommunales Altpapier. Die Ordnungsbehörden der Kommunen sind für die Ordnung in ihrem Bereich zuständig.

Über Millionenprofite mit Müll berichtete das ZDF in mehreren Sendungen.

Hermann Erb

Lindenfels

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel