Lindenfels

Doguggschde Konzert der Band Neoländler am 8. Februar

Musik mit Zither und Elektrobass

Archivartikel

Winterkasten.Einen folkmusikalischen Leckerbissen bietet der Odenwälder Kleinkunstverein Doguggschde in seiner Konzertreihe Folk in de Werdschafd am Samstag, 8. Februar an. „Nicht alles, was aus dem Schweizer Emmental kommt, ist Käse“, schreibt der Verein dazu.

Die Folkband Neoländler spielt neue Schweizer Volksmusik auf alten Instrumenten. „Ich habe Thomas Keller und Susanne Jaberg, die beiden Senioren der Gruppe, im September 2017 bei Cister-Act, dem Abschlusskonzert des Cister-Symposiums in Suhl im Thüringer Wald gehört und war begeistert.

Ich hätte mich nie getraut, so tolle Musiker aus der Schweiz zu fragen, ob sie in einer Odenwälder Gastwirtschaft auftreten wollen. Aber als Thomas Keller bei uns angefragt hat, habe ich natürlich sofort ja gesagt“, berichtete Rudi Roth, der Organisator der Folk-Konzerte.

Neoländler ist eine Band, die mit der Kraft des Elementaren experimentiert: gefiedelt, gezupft, geblasen, geschlagen, gesungen, gejuuzt und gestrichen. Mit einer Vielfalt von seltenen Instrumenten interpretieren Neoländler alpine Volksmusik ungewohnt und doch vertraut. Das Repertoire reicht von erfrischend gespielten traditionellen Stücken bis zu Eigenkompositionen.

Über Grenzen hinweg

Neoländler besteht aus Susanne Jaberg und Thomas Keller, Urgestein der alternativen Berner Volksmusik, sowie ihrer Tochter Iris Keller und deren Freund Lorenz Nejedly, die neben Folk auch Metal spielen. „Wir blicken über die Emmentaler Hügel hinaus“, sagt Thomas Keller. So musizieren Neoländler singend und spielend auch über Grenzen hinweg. Christian Schmid: „I bi gäärn uf ene Gränzschtei ghocket, eis Bei uf üser Site, ds angere däne. Begriffe han i denn scho, das rächti Gränze Löcher müesse haa.“ Musikmotive werden im kulturellen Austausch weiter entwickelt, umgestaltet und kombiniert.

Die Hauptinstrumente der Band sind Geige, Halszithern (Emmentaler, Krienser, Toggenburger), Häxeschit, Elektrobass und die Stimme von Iris Keller. Damit präsentierten die Musiker Tänze, Jutze, Lieder und Eigenkompositionen. Das Markenzeichen von Neoländler sind ein dynamisches Geigenspiel von Susanne und Iris Keller, filigranes Halszitherspiel von Thomas und Susanne Keller, der markante Gesang von Iris Keller, der vielseitige E-Bass-Einsatz und die mitreißende Energie der Multiinstrumentalisten.

Zu denen zählen Christian Schmid und Susanne Jaberg mit Geige, Halszither, Schwyzerörgeli, Langnauerli, singende Säge, Emmentaler Einhandflöte und Holzlöffel. Thomas Keller spielt verschiedene Halszithern (Hanottere, Krienser Halszither, Toggenburger Halszither), Mundharmonika, Häxeschit und Gitarre. Iris Keller beherrscht Geige, Maultrommel, Ukulele, Mundharmonika und Häxeschit. Lorenz Nejedly spielt E-Bass.

Das Konzert am 8. Februar im Gasthaus Raupenstein in Winterkasten beginnt um 20 Uhr, der Saal ist ab 18 Uhr geöffnet. red

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