Lindenfels

Benefiz Zum zehnjährigen Bestehen der Vorweihnachts-Aktion wurde die Auflage erhöht / Verkauf erstmals auch in Lindenfels

Noch mehr Adventskalender von den Lions

Archivartikel

Lindenfels.Die Adventskalender-Aktion des Lionsclubs Rimbach / Weschnitztal hat sich längst als fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit etabliert. Und dennoch wird in diesem Jahr einiges anders sein: Zum Zehnjährigen haben die Lions nicht nur die Auflage des Kalenders erhöht – von 5000 auf 6000 Stück. Es wird – außer einem Hauptpreis von 2019 Euro – weitere Sonderpreise geben. Insgesamt haben die Käufer des Kalenders die Chance auf 640 Gewinne, mit einem Gesamtwert von rund 63 000 Euro.

Diese Zahlen präsentierte der Präsident des Lionsclubs, Christian Becker, beim Start der Jubiläumsaktion im Rimbacher Rathaus. Mit dabei waren der Lindenfelser Bürgermeister Michael Helbig und seine Kollegen aus dem Weschnitztal sowie Vertreter der Behindertenhilfe Bergstraße.

Letzteres hatte einen besonderen Grund: Den Lions-Kalender ziert in diesem Jahr ein Bild von Angelika Schröder, einem Mitglied der Künstlergruppe der Behindertenhilfe. Eine Kooperation anlässlich des Zehnjährigen, über die sich auch die Behindertenhilfe freut, wie Sören Weise erklärte. Der Abteilungsleiter der Fürther Werkstätte sagte zu, die Zahl der über diese Einrichtung verkauften Kalender in diesem Jahr von 50 auf 60 zu erhöhen.

„Eine Erfolgsgeschichte“

Sechs Künstler aus der Gruppe der Behindertenhilfe hatten bei den Lions Werke eingereicht. Keine leichte Aufgabe für die Jury, wie Christian Becker berichtete. Die Wahl fiel schließlich auf ein winterliches Waldmotiv von Angelika Schröder, die dafür viel Beifall erhielt. „Bevor das erste Türchen geöffnet wird, ist der Kalender schon ein Kunstobjekt an der Wand“, sagte Rimbachs Bürgermeister Holger Schmitt. Alle Bilder werden im November in der Sparkasse in Fürth gezeigt werden.

Nicht nur der Birkenauer Bürgermeister Helmut Morr hält die Lions-Aktion für eine „Erfolgsgeschichte“. Die Bilanz von Christian Becker zum Zehnjährigen ist beeindruckend: 5000 verkaufte Kalender pro Jahr zum Preis von jeweils fünf Euro. Das macht in den ersten neun Jahren, plus der 6000er-Auflage von 2019 rund 240 000 Euro, die in soziale und gemeinnützige Projekte geflossen sind beziehungsweise noch fließen. Da ist die Umsatzsteuer bereits herausgerechnet.

„Bereits Spuren hinterlassen“

„Eine Viertelmillion – das ist schon eine Hausnummer“, meinte der Lindenfelser Rathauschef Michael Helbig. Mit seinen Kollegen ist er sich im Dank an die Organisatoren einig. „Es steckt viel Aufwand dahinter, das wissen wir zu schätzen“, sagte Mörlenbachs Bürgermeister Jens Helmstädter.

Er würdigte auch die Philosophie des „doppelten Schenkens“, die hinter der Aktion steht: Zum einen bekommen die Käufer der Kalender die Chance auf attraktive Gewinne in der Adventszeit. Zum anderen profitieren gemeinnützige und soziale Einrichtung und Projekte im Weschnitztal von der Ausschüttung des Erlöses. „Die Aktion hat bereits positive Spuren hinterlassen, die man tagtäglich sehen kann“, sagte Holger Schmitt.

„Das wäre natürlich nicht ohne unsere Sponsoren möglich“, erklärte Norbert Sebesta vom Lionsclub. Rund 250 Gewerbetreibende, öffentliche Einrichtungen und Privatpersonen sorgen auch in diesem Jahr wieder dafür, dass sich hinter den 24 Türchen attraktive Gewinne verbergen.

Ein Verwendungszweck steht bereits fest, wie Christian Becker verriet: „Wir wollen die Mobilität im Weschnitztal fördern und ein Fahrzeug spenden, einen Kleinbus für gemeinnützige Vereine.“ Diese können sich dafür bei den Lions bewerben. Wer den Zuschlag erhält, wird wohl das Los entscheiden.

Jetzt muss aber erst einmal der Jubiläumskalender abgesetzt werden. 6000 Stück stehen ab Samstag zum Verkauf. „Wir sind uns sicher, dass wir das, auch mit Hilfe der Gemeinden, wieder schaffen werden“, so Becker. Gleichzeitig plant der Lionsclub aber auch spezielle Verkaufsaktion in den Einkaufsmärkten in Lindenfels und im Weschnitztal. arn

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