Lindenfels

Landwirtschaft AGGL berichtet über geringen Ertrag

Rapsanbau lohnt sich nicht mehr

Lautertal/Lindenfels.Die Arbeiten in den Getreidebeständen sind weitgehend abgeschlossen, und die Getreideernte rückt näher. Wegen der schlechten Aussaatbedingungen im vergangenen Herbst ist die Zahl der Rapsflächen in diesem Jahr stark dezimiert und auf vielen Flächen wird der Ertrag hinter den Erwartungen zurückbleiben, schreibt die Arbeitsgemeinschaft Gewässerschutz und Landwirtschaft (AGGL) in einer Mitteilung.

Die Gründe dafür seien vielfältig. Schlechte Aussaatbedingungen und Trockenheit, die witterungsbedingte Knospenwelke und der Rapsglanzkäfer hätten die Blüte der Pflanzen behindert. „Ob der Raps anbauwürdig bleibt, ist fraglich“, so die AGGL.

Unter der nass-kalten Witterung im Mai hätten auch Kartoffeln, Mais und Zuckerrüben gelitten. Den Getreidebeständen habe die Witterung dagegen wenig geschadet.

Nahezu 200 sogenannte Nitracheck-Analysen hat die AGGL in den Getreidebeständen unternommen. Dabei wird der Mineralstoffgehalt des Bodens untersucht. „In Abhängigkeit von Vorfrucht, Düngung, Witterung und Standort ergeben sich so wertvolle Hinweise zur Stickstoffdynamik, was für die Bestandsführung wichtig ist.“

Nach der ersten Mahd sei im Grünland der ideale Zeitpunkt, um eine Nachsaat mit Weidelgras vorzunehmen. Eine dichte, leistungsstarke Grasnarbe sei der beste Unkrautschutz und verhindere das unerwünschte Keimen von Ampfer, Disteln und Brennnesseln, schreibt die Arbeitsgemeinschaft weiter. „Die Nachsaat sollte mit einem Grünlandstriegel oder spezieller Nachsaattechnik erfolgen – wird die Nachsaat mit einem Schleuderstreuer ausgebracht, gilt es zu bedenken, dass die Samen maximal sechs Meter weit fliegen.“

Beim Mähen und Mulchen der Wege und Feldränder sollte zur Feldrandhygiene auf Brut- und Nistplätze der Bodenbrüter geachtet werden, empfiehlt die AGGL weiter. Der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Totalherbiziden auf Wegen und Feldrändern sei verboten. „Bald werden an vielen Randstreifen wieder die Ergebnisse der Blühstreifeninitiative Farbe ins Feld zu sehen sein, die Landwirte, Kommunen, AGGL und Entega seit vier Jahren organisieren. In diesem Jahr wurden insgesamt 45 000 Quadratmeter Blühstreifen angelegt. red

Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel