Lindenfels

Heinrich-Böll-Schule Die integrierte Gesamtschule in Fürth beteiligt sich an dem Projekt „World’s Largest Lesson“

Schüler suchen nach Lösungen für globale Probleme

Fürth.José hat sich das 14. der insgesamt 17 globalen Ziele, nämlich „Leben unter dem Wasser“, vorgenommen. Er thematisiert die Verschmutzung der Meere durch den Müll der Menschen. Der Achtklässler der Heinrich-Böll-Schule konstruiert einen kurzen Zeichentrickfilm. Zwei Fische unterhalten sich über die Verschmutzung ihres Lebensraumes. Schulleiter Alexander Hauptmann, der den Wahlpflichtunterricht Informatik leitet, ist angetan vom Inhalt und der Gestaltung.

José selbst strahlt vor Freude und seine Mitschüler nicken anerkennend ob des gelungenen Werkes. Sie haben sich andere globale Ziele ausgesucht, beispielsweise die Themen „Nachhaltige Städte und Gemeinden“, „Hochwertige Bildung“ oder „Erneuerbare Energie“.

Die Jugendlichen sind Teil eines Projektes und Mitgestalter der größten Unterrichtsstunde der Welt, der „World’s Largest Lesson“. Sie existiert seit September 2015. In diesem Jahr wurden die „Globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung“ festgelegt.

Ziele für das Jahr 2030

Die Initiative möchte alljährlich Kinder und Jugendliche mit den globalen Zielen in mehr als 130 Ländern der Erde vertraut machen. Ziel ist es, ein gemeinschaftliches, globales Bewusstsein für die Probleme dieser Zeit sowie deren Lösung zu schaffen, um sich der angestrebten Verwirklichung der Ziele im Jahr 2030 zu nähern.

„Das hessische Kultusministerium unterstützt dieses Projekt, da es eine klare Ausrichtung des schulischen Lebens auf die Bildung für nachhaltige Entwicklung einfügt“, betont Schulleiter Alexander Hauptmann.

Neue Medien im Einsatz

Für ihn war schnell klar, dass auch die Heinrich-Böll-Schule ihren Beitrag zu dieser größten Unterrichtsstunde der Welt liefern sollte. „Es gilt, dass wir als Schule Verantwortung für die globalen Ziele übernehmen“, führte der Schulleiter aus. Nur dadurch bestehe die Chance, die Herausforderungen zu meistern und die 17 Ziele zu erreichen, konstatierte er.

Kultusminister Alexander Lorz spricht sogar von einem „wichtigen und vielversprechenden Baustein auf dem Weg der Schulen zu mehr globaler Verantwortung“. Der versierte Informatiker verknüpft die Teilnahme an der größten Unterrichtsstunde mit der Förderung der Medienkompetenz der Schüler.

Mit Hilfe neuer Medien bearbeiten die Schüler die Themen und realisieren aufschlussreiche Präsentationen. Die Schüler des Wahlpflichtunterrichtes sind mittlerweile fast schon so etwas wie IT-Spezialisten. Sie nehmen selbst Programmierungen vor und erfüllen auf modernste Weise diese Initiative mit Leben.

Bestes Beispiel dafür ist der Film von José, der sehr unterhaltsam, aber gleichermaßen auch sehr betroffen machend zum Ausdruck bringt, welche Auswirkungen es hat, wenn der Müll, den die Menschen produzieren, in den Ozeanen landet. red

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