Lindenfels

Carl-Orff-Schule Bei einer Vernissage präsentierten die Grundschüler die Ergebnisse ihrer Projektwoche

Schulgebäude wird zur Kunsthalle

Archivartikel

Lindenfels.Als ein außergewöhnlicher und dennoch passender Ort für eine Vernissage hat sich das Gebäude der Carl-Orff-Schule erwiesen. Nach der Projektwoche im Mai, in der die Schulkinder verschiedene Gestaltungstechniken ausprobierten, hatten nun Eltern, Geschwister, weitere Verwandte und Freunde Gelegenheit, die entstandenen Werke zu bewundern.

Nach einer tänzerischen Darbietung der Streetdance-Gruppe begrüßte die stellvertretende Schulleiterin Diana Egert die zahlreichen Besucher, darunter auch den Künstler Walter Rosam, der gemeinsam mit dem Kollegium die Projektwoche vorbereitet und durchgeführt hatte. Ebenfalls freute sie sich darüber, dass der Schirmherr Gilbert Rest von der IMS Schlierbach zur Präsentation der Kunstwerke gekommen war.

Engagierte Helfer

Egert dankte den Kindern, den engagierten Eltern und dem Kollegium, die die Umsetzung der vor einem Jahr entstandenen Idee überhaupt erst möglich gemacht haben. Ein derartiges Großprojekt brauche viele fleißige Hände, angefangen vom Zurechtschneiden und Nähen der Leinwände über die Bestellung der Materialien bis hin zum Zusammensetzen der Keilrahmen, dem Aufbringen der Leinwände und dem Aufhängen der fertigen Bilder. Dabei mussten die Verantwortlichen auch immer die Finanzierung im Blick behalten, immerhin musste die Schule für dieses Projekt 9000 Euro aufbringen.

Da die Schule mit dieser Aktion nachträglich ihr 35-jähriges Bestehen feiert, übernahm der Kreis einen Teil der Kosten. Der Förderkreis der Schule erklärte sich bereit, für den restlichen Betrag aufzukommen. Nach der Begrüßung hatten die Besucher Gelegenheit, durch das Schulgebäude zu flanieren und ausgewählte Kunstwerke der Kinder für kleines Geld zu erstehen. Besonders bei den Frottagen, auf Keilrahmen gespannte und bedruckte Leinwände, war der Andrang groß. Auch die gerahmten Passepartouts und die Fingerprint-Kunstwerke fanden neue Besitzer.

Bilder sollen hängen bleiben

In der Aula waren einige Portraits von Kindern ausgestellt, andere konnten auf einer Leinwand per Beamer betrachtet werden. Meldete sich der kleine Hunger, hielt der Förderkreis wie immer Süßes und Herzhaftes bereit. Bei einem Glas Sekt ließ es sich gut über die großformatigen Leinwandbilder austauschen, die an den freien Wänden der Schule einen Platz gefunden hatten.

Unterschiedlichste Motive und Techniken sorgten für Staunen und Bewunderung. Viele dieser Einzelstücke werden auch künftig in der Schule hängenbleiben, andere, so die Resonanz bei der Vernissage, werden gegen eine großzügige Spende an neue Besitzer weitergegeben. „Toll, was ihr da für die Kinder auf die Beine gestellt habt. Wann macht ihr das wieder?“, meint eine Besucherin begeistert zu einer Lehrerin. red

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