Lindenfels

Sommerferien Die Evangelische Kirchengemeinde und das Team des Albert-Schweitzer-Hauses hatten in Lindenfelsfür 26 Kinder einen Parcours vorbereitet

Sechs Stationen mit Spaß, Spiel und Sport

Archivartikel

Lindenfels.Mit dem Fernseh-Straßenfeger „Spiel ohne Grenzen“ aus den 1960er- und 1970er-Jahren werden die 26 Kinder, die sich am Samstagnachmittag auf dem Gelände der evangelischen Kirchengemeinde in der Burgstraße in Lindenfels einfanden, kaum etwas anfangen können. Doch hatten die sechs- bis 14-jährigen Kinder und ihre Betreuer aus der Wissenschaftsstadt Darmstadt, die zurzeit für eine Woche im Albert-Schweitzer-Haus untergebracht sind, nicht weniger Freude an dem unter dem gleichnamigen Motto von den Verantwortlichen der Kirchengemeinde unter Corona-Bedingungen organisierten Spiele-Spaß. Dazu gesellten sich auch noch einige Kinder aus Lindenfels.

Nach dem obligatorischen Desinfizieren der Hände hieß Andreas Krauß vom Kirchenvorstand die Kinder und ihre Betreuer willkommen und machte sie mit den insgesamt sechs unterschiedlichen Spielstationen vertraut, die am Vormittag mit Unterstützung von Manuela Riebel, Anika Westenberger sowie Birgit und Jochen Ruoff auf dem Gelände vor der Kirche aufgebaut worden waren. Dabei wurden auch noch letzte Fragen der Kinder geklärt, bevor sie sich dann in sechs Gruppen auf die einzelnen Stationen aufteilten.

So kamen die Kinder in den gut zwei Stunden, immer wieder von kurzen Trink- und Desnfektionspausen unterbrochen, nach und nach reihum jeweils einmal für eine Viertelstunde zu den Stationen. Andreas Krauß machte aber deutlich, dass – bei allem Wettkampfgedanken – in erster Linie der Spaß im Vordergrund stehen soll und jedes Kind neben kostenlosen Getränken am Ende auch unabhängig von der persönlichen Leistung einen kleinen Preis erhalten werde.

Treffsicherheit gefragt

So konnte es dann auch gleich losgehen. Bei der ersten Station konnten die Teilnehmer zwischen Badminton und Volleyball wählen oder auch beides ausprobieren. Die erste Gruppe entschied sich hier für Volleyball. Die zweite Station erforderte in erster Linie Treffsicherheit von den beiden innerhalb der Gruppe gebildeten Teams: Bei dem sogenannten Wikinger-Schach galt es, nach und nach die auf beiden Seiten des Spielfelds nebeneinander mit einigem Abstand aufgestellten fünf Holzklötze des anderen Teams mit Wurfhölzern umzuwerfen. Wenn das erledigt war, musste auch dann „nur“ noch der in der Mitte des Spielfeldes aufgestellte König umgeworfen werden, bevor das Team als Sieger vom Platz gehen konnte. Nicht jeder Wurf fand hier sofort sein Ziel.

Noch turbulenter ging es beim Schwimmnudel-Hockey an der dritten Station zu. Mit den zu Hockeyschlägern umfunktionierten Schwimmnudeln galt es für die beiden Teams, einen Wasserball über das Spielfeld zu treiben und möglichst oft im Tor des Gegners unterzubringen. Die Teilnehmer dieser Station waren in der Pause sicher die durstigsten von allen Kindern.

Bei der vierten Station war in erster Linie gute Ballbehandlung gefragt. Beim Fußball-Tennis versuchten die zwei Teams, den Ball über das in der Mitte gespannte Netz platziert und unerreichbar im gegnerischen Feld unterzubringen.

Gelungener Nachmittag

An Station Nummer fünf konnten beim Boccia und beim Leiter-Golf noch weitere Punkte für die Gesamtwertung gesammelt werden. Während beim Boccia mit einem Wurf eine Kugel möglichst nahe an der Zielkugel platziert werden musste, galt es beim Leiter-Golf die jeweils mit einem Seil verbundenen Golfbälle so auf die drei Sprossen einer Leiter zu werfen, dass diese sich um die Sprossen wickelten oder zumindest dort hängenblieben.

Geographische Kenntnisse waren bei der letzten der sechs Stationen gefragt. Hier mussten zunächst die Umrisse der europäischen Länder erkannt und dann innerhalb der 15 Minuten zu einem vereinten Europa zusammengesetzt werden. Keine einfache Aufgabe, nicht nur weil ab und zu eine Windböe das ein oder andere Land wieder aus der europäischen Staatengemeinschaft herauswehte. Wer dann immer noch überschüssige Energie hatte, der konnte sich außer Konkurrenz in die sogenannten Bumper-Balls einsteigen und versuchen, sein Gegenüber umzuwerfen.

Ein insgesamt gelungener Nachmittag, für den die Organisatoren mit fröhlichem Kinderlachen belohnt wurden.

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