Lindenfels

Sommergast im Schlierbachtal

Archivartikel

Der Maler Heinz Heim lebte in den Sommermonaten der Jahre 1892 bis 1894 in einem kleinen Zimmer in Schlierbach, im damaligen Gasthaus Altes Rauch’sches Haus. In Schlierbach wurde er zum Mitglied der Bevölkerung – einfache Bauern – und half ihnen bei der Arbeit.

In seiner Freizeit malte er die Landbevölkerung und hielt deren Leben auf eine realistische Art fest. Bei näherer Betrachtung lässt sich auch verschmitzter Witz erkennen.

Heinz Heim hatte in der Münchner Malschule studiert. Als er sich mit deren Konzept nicht mehr wohlfühlte, wechselte er zu einer Pariser Akademie. Dort wurde im Sinne des Impressionismus mit pastösen Farben gemalt.

Hier vertiefte der Künstler sein Wissen über Rötelzeichnungen. Die Darstellung der Menschen wurde nicht verschönt, aber wertgeschätzt. Gemalt wurden die Menschen so, wie sie sind – auch alt oder krank.

In der Zeit, in der Heinz Heim lebte, wirkte auch der in Beerfelden geborene Georg Fuchs (1868 – 1949). Fuchs war ein kritischer Schriftsteller, der 1908 in München das Künstler-Theater gründete.

Es ist anzunehmen, dass sich die beiden Künstler kannten, denn auch Heinz Heim kommt in einem der Texte von Fuchs vor. Darin beschreibt er in allen Einzelheiten das kleine Zimmer, in dem Heinz Heim seine Schlierbacher Sommer verbrachte. jhs

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