Lindenfels

Kolmbacher Kerb Sophie Götz und Selina Rettig erzählten bei ihrer Rede lustige Geschichten aus dem Ort

Verdorbene Lebensmittel und Pannen im Urlaub

Archivartikel

Kolmbach.„Vor euch steht e neues Gesicht, dass euch vun de Kolmbacher Panne bericht“ – am Sonntag nach dem Kerbumzug in Kolmbach hatten Sophie Götz und Selina Rettig ihren großen Auftritt, als die beiden den Kolmbachern den Spiegel vorhielten. Und angesammelt hatte sich so manches, das es wert war, bei der Kerbrede berichtet zu werden.

Doch zunächst taten die beiden Symbolfiguren der Kerb ihre Meinung kund zum „Stoabrecher“. Die geplante Bauschutt-Zerkleinerungsanlage am Ortsrand stößt auf wenig Gegenliebe im Dorf und durfte bei der Kerbrede nicht fehlen. „Klar, dass den Bürgermeister die Bedenken der Bürger nicht stört, er wohnt schließlich unne bei Feerth (Fürth)“, hatten die beiden gereimt, um danach an die Stadt zu appellieren, „ihre Entscheidung zu korrigieren“. Einen geeigneten Standort hatten Kerbpfarrerin und Mundschenkin auch gleich parat. „Am Kreuzer oben, könnt ihr schreddern, da kanns auch schön ins Ort noi schebbern“.

Kühlschrank nicht angeschlossen

Um einen 60. Geburtstag gebührend zu feiern, ist einiges zu organisieren. Das merkte auch ein Kolmbacher, der Tisch und Stühle auslieh und in der Nachbarschaft nach freien Kapazitäten in den Kühlgeräten fragte. „Der Nachbar biet die Gefriertruh ou, de Keller steht uff, man kann jederzeit drou“, nahm das Verhängnis seinen Lauf. Würste und Fleisch landen nämlich versehentlich im nicht angeschlossenen Kühlschrank und mussten entsorgt werden.

Ein besonderes Erlebnis hatte auch einige Skifahrer im Ort, die nach der Abfahrt in einem Gasthaus hängen blieben und so die letzte Bergauffahrt verpassten. Zum Glück kam gerade ein Taxi um die Ecke, dass die vermisste Truppe mal eben 90 Kilometer um den Berg herum, zum Hotel fahren musste.

„Nach Polen fährt de Gesangverein, nach Pawlowiczki geht‘s, wie fein“, kündigte sich der nächste Beitrag an. „In die Leitplank ach du Schreck, der Blinker un es Licht war weg“, berichteten die beiden von einem Buscrash, der dem Verein einen mehrstündigen Zwischenstopp auf der Raststätte einbrachte. Bei der spontanen Chorprobe auf dem Parkplatz, sang der Verein sein Repertoire rauf und runter und in der Partnerstadt angekommen, gibt es „Wodka und Bier und Ferkel vom Grill, und jeder kann esse, soviel wie er will“.

Von einem Urlaub mit Hindernissen zeugt auch das nächste Abenteuer, merkt die Familie doch erst an der kroatischen Grenze, dass die Kinderpässe zu Hause liegen. „Den Bruder kriegt man an die Strippe und der muss seine Tagesplanung kippe“ und den Beinahe-Urlaubern die Pässe entgegenfahren. cs

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