Lindenfels

Volksbank Weschnitztal Neuwahlen wurden wegen der Corona-Pandemie verschoben

Vertreter in der Warteschleife

Archivartikel

Lindenfels.Alle Genossenschaftsbanken sehen sich wegen der Corona-Krise mit Problemen bei der Durchführung ihrer Vertreterversammlungen konfrontiert. Die Volksbank Weschnitztal trifft es sogar gleich in zweifacher Hinsicht.

Denn in diesem Jahr steht die Neuwahl der Vertreter turnusmäßig an. Wegen der Pandemie musste die Wahl am 26. März allerdings unterbrochen werden. Voraussichtlich werde man Ende August das Wahlverfahren wieder aufnehmen können, erklärte Vorstand Christian Joos. Da die Wahlperiode jedoch bereits Anfang Mai endet, stehe man vorübergehend ohne gewählte Vertreter da. Eine Vertreterversammlung, die am 28. Mai stattfinden sollte, sei derzeit nicht möglich.

Man sei im Kontakt mit dem Genossenschaftsverband, wie man nun weiter vorgehen soll. Aktuell rechne man damit, dass nach erfolgter Neuwahl die Vertreterversammlung im vierten Quartal 2020 durchgeführt werden könne. Bis dahin liege auch eine neue Empfehlung der Bankenaufsicht vor, was die Ausschüttung von Gewinnen angeht. Derzeit rät sie davon ab. Ursprünglich wollten Vorstand und Aufsichtsrat den Vertretern vorschlagen, eine vierprozentige Dividende zu beschließen. Das entspräche einer Ausschüttung von knapp 150 000 Euro – bei einem Bilanzgewinn von 950 000 Euro.

Auch die Volksbank Überwald-Gorxheimertal muss sich mit diesen Fragen befassen. Das soll nach Auskunft von Geschäftsleiter Rainer Jünger bei der Aufsichtsratssitzung Mitte Mai geschehen. pro

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