Lindenfels

Ausstellung In Lindenfels noch bis 19. August zu sehen

Wenn die Natur selbst den Garten gestalten darf

Lindenfels.Ein blühender Garten bietet – im Gegensatz zu den in Mode geratenen Schottersteingärten mit eingefassten Steinen – vielfältige Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. Besonders hochwertig wird ein blühender Garten, wenn die Besitzer darauf achten, dass sie heimische Pflanzen verwenden.

Und wenn sie dann auch noch anerkennen, dass sich die Natur sogar selbst gestalten kann, wird das Konzept optimal. „Natur im Garten zulassen“, heißt der Teil einer interessanten Ausstellung, die derzeit im Lindenfelser Bürgerhaus zu sehen ist. Unter dem Titel „Schritte zum Naturgarten – Leben wieder leben lassen“ hat die Umweltberatung Abwasserverband Oberes Gersprenztal die Ausstellung konzipiert. Sie wird noch bis 19. August in Lindenfels gezeigt.

Wandernde Ringelblumen

Ein Teil der Ausstellung widmet sich den ein- und zweijährigen Pflanzen, die auf Aussaat und Selbstaussaat angewiesen sind. Als Beispiel wird die Ringelblume genannt, die sich, einmal ausgesät, selbst auf den Weg durch den Garten begeben kann. Denn ihre Samen gehen an neuen Plätzen auf, die der Pflanze gefallen, etwa an einem Gartenweg, in einem Beet oder in einer Rasenlücken.

An ihren selbst gewählten Plätzen können Ringelblumen oft viel üppiger und länger blühen. Ein Zeichen dafür, dass sie sich wohlfühlen. „Wenn Sie neue Pflanzen nicht gleich entfernen, kann es sein, dass Sie im Laufe des Gartenjahres feststellen, dass diese Neuordnung gar nicht so übel ist“, lautet der Tipp der Umweltberatung. Natürlich darf auch der Gartenbesitzer bei dieser Neuordnung ein Wort mitreden. „Doch im Naturgarten sollten Sie den Ordnungsbegriff mit einer gewissen Großzügigkeit der natürlichen Entwicklung gegenüber handhaben“, raten die Experten.

Ein Zuhause für Insekten

Während die einjährigen Pflanzen im Jahr der Aussaat zur Blüte kommen, brauchen die zweijährigen etwas mehr Zeit. Königskerze, Fingerhut, Muskatellersalbei und Engelwurz sind nicht nur gute Futterpflanzen, sondern auch Nist- und Schlafplatz für Insekten. Diesen Pflanzen sollte man besondere Aufmerksamkeit schenken – denn bei zu gründlichem Jäten haben sie keine Chance, im nächsten Jahr erneut zu blühen. jhs

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