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Aderlass beim Fürther Frauenteam

Archivartikel

Fürth.Bei den Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach sieht es derzeit alles andere als rosig aus: Da ist zum einen die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Beschränkungen in der Trainingsarbeit. Doch viel schlimmer trifft das Bezirksoberliga-Team von Trainer Franz-Josef Höly die aktuelle personelle Lage: „Ich wurde von einigen Abgängen überrascht. Jetzt gilt es, das beste aus der Ist-Situation zu machen. Der gute vierte Platz aus der vergangenen Saison wird sich unter diesen Voraussetzungen kaum halten lassen. Ich befürchte viel mehr, dass wir aufpassen müssen, nicht hinten reinzurutschen“, beschreibt Höly den Zustand.

Gerade einmal acht Feldspielerinnen und eine Torhüterin aus dem eigentlichen Erstmannschaftskader stehen dem erfahrenen Trainer derzeit zur Verfügung. Hinzu kommen mit Hanna Reinig und Lara Becker zwei ehemalige A-Jugendliche und aus der zweiten Mannschaft Anna Reimund, die nach ihrer studienbedingten Pause wieder einsteigt. Im Tor bekommt Cathrin Müller Unterstützung von der A-Jugendlichen Leonie Stephan. „Ohnehin werden wir oft auf die A-Jugend zurückgreifen müssen, um eine spielfähige Mannschaft zu stellen“, so Höly.

Weber-Comeback fraglich

Bitter ist für die Odenwälderinnen, dass ein Comeback von Elena Weber noch in den Sternen steht. Die Leistungsträgerin – mit über sieben Treffern im Schnitt – zog sich im Februar eine Knöchelverletzung zu und plagt sich immer noch damit herum. „Ich fürchte, dass das so schnell nichts mehr wird“, erklärt der Coach.

Angesichts der personellen Probleme sind die geltenden Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fast zu vernachlässigen. „Natürlich ist das zur Zeit ein Training, an das man sich nicht gewöhnen möchte“, findet Höly mit Blick auf die Beschränkung der Teilnehmerzahl und das Verbot von Testspielen. Ganz wichtig ist für den Heppenheimer in Fürther Diensten, dass hinsichtlich der Bekämpfung der Pandemie nichts übereilt wird: „Natürlich brauchen viele Vereine die Gelder aus Zuschauereinnahmen und Bewirtung, aber ich denke, wir sollten dennoch besonnen vorgehen.“ met/ü

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