Lokalsport Bergstraße

3. Fußball-Liga

Aufsteiger mit Rekord-Ausbeute

Mannheim/Saarbrücken.Der Höhenflug des 1. FC Saarbrücken nimmt rekordverdächtige Züge an. Durch den 2:0-Erfolg bei Viktoria Köln festigte das Team von Trainer Lukas Kwasniok nicht nur die Tabellenführung, sondern stellte auch eine Bestmarke in der 3. Fußball-Liga auf. Bislang hatte noch kein Aufsteiger nach zehn Spieltagen 22 oder mehr Punkte auf dem Konto. Der Coach gibt zu: „Das ist mehr, als wir uns erträumt haben.“

Es stimmt aber nicht nur die Ausbeute, auch die Spielweise der Saarländer ist beeindruckend. Sie präsentierten sich bisher selten wie ein Neuling. Stattdessen überzeugen die FCS-Profis mit ihrer Cleverness und stehlen somit den namhaften Verfolgern die Schau. Der FC Ingolstadt (1:4 beim SV Waldhof Mannheim), Hansa Rostock (1:1 beim Halleschen FC) und 1860 München (1:2 bei Dynamo Dresden) ließen Federn. Es war die erste Auswärtsniederlage der Münchner Löwen, die mit fünf Zählern Rückstand auf dem zweiten Platz liegen. Trotz des starken Saisonstarts spricht in Saarbrücken aber noch niemand von einem Durchmarsch in die 2. Liga. „Wir gehen nicht davon aus, dass es immer so laufen wird“, mahnt Kwasniok.

SV Waldhof „noch nicht perfekt“

Von einem möglichen Angriff des momentan elftplatzierten SV Waldhof Mannheim auf die Aufstiegsplätze will dessen Trainer Patrick Glöckner trotz des aktuellen Formhochs nichts hören: „Wir haben jetzt zwei Siege hintereinander eingefahren, fangen aber nicht an zu spinnen. Wir wissen, dass Fußball aus Höhen und Tiefen besteht.“ Die Tabelle interessiere ihn nur am Rande: „Mir ist die Entwicklung der Mannschaft wichtig.“

Dass diese zurzeit positiv verläuft, stellt aber auch der Fußballlehrer aus Frankfurt nicht in Abrede. „Jesper Verlaat und Marcel Seegert strahlen von hinten die nötige Ruhe aus“, nennt Glöckner einen wichtigen Faktor für den jüngsten Aufwärtstrend. Abgeschlossen sei der Prozess des Umbruchs aber weiterhin nicht. „Wir sind immer noch am Justieren, es ist noch nicht alles perfekt. Aber es sind viele gute Ansätze und noch einmal eine Weiterentwicklung zu sehen.“

Die Konkurrenz dürfte bei dieser Aussage genauer hinhören. Nach den drei kommenden November-Aufgaben in Zwickau, gegen Duisburg und in Lübeck wird man wissen, ob der SVW weiter oben anklopfen kann. dpa/alex

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