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Eishockey Nico Krämmer erlöst die Mannheimer beim Auswärtssieg in Ingolstadt / Torhüter Brückmann pariert alle drei Schüsse

Das Penalty-Schießen liegt den Adlern

Archivartikel

Ingolstadt/Mannheim.Im ersten Auswärtsspiel der neuen Saison in der Deutschen Eishockeyliga haben die Adler Mannheim am Montagabend beim ERC Ingolstadt mit einem 3:2 (2:1, 0:1, 0:0, 0:0, 1:0) nach Penaltyschießen den vierten Sieg im vierten Spiel eingefahren. In die Reihen der Blau-Weiß-Roten kehrte Stürmer Jason Bast zurück, der am Samstag beim 3:2-Sieg nach Penaltyschießen im Topspiel gegen München noch angeschlagen pausieren musste.

Nach torloser Verlängerung traf Nico Krämmer im Shootout mit dem letzten Penalty zum Sieg, während Felix Brückmann im Adler-Kasten alle drei Versuche der Ingolstädter entschärfte. „Diesen Erfolg nehmen wir gerne mit“, erklärte Headcoach Pavel Gross. Dass mit Blick auf das dritte Drittel auch ein Sieg nach 60 Minuten greifbar gewesen wäre, ärgerte ihn nicht so sehr. „Im Penaltyschießen hatten wir ja noch einen, der getroffen hat“, war Gross auch mit den zwei Punkten zufrieden.

Die Gäste begannen das Schlussdrittel in Unterzahl, hatten jedoch gleich eine Doppelchance durch Markus Eisenschmid (41.). Die Adler erhöhten noch einmal die Schlagzahl und hielten Ingolstadts Keeper Garteig bei Schüssen von Huhtala (45.), Reul (48.) und Valenti (49.) im Mittelpunkt des Geschehens.

Auch David Wolf trauerte einem vielleicht verlorenen Punkt nicht hinterher. „Es ist nicht so einfach, in Ingolstadt zu gewinnen. Deshalb freuen wir uns über diese zwei Punkte genauso wie am Samstag beim Heimsieg nach Penaltyschießen gegen München“, sagte der Stürmer der Mannheimer, der das Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 erzielt hatte. „Es sind besondere Bedingungen, die Anreise am Spieltag und dann das späte Spiel. Im Dezember hatten wir nur zwei Ligaspiele und nehmen eigentlich erst jetzt wieder richtig den Spielrhythmus auf. Das sind Umstände, an die man sich erst gewöhnen muss.“

„Das erste Drittel war okay, das zweite nicht so gut und erst im dritten Abschnitt haben wir wieder so gespielt, wie wir es wollten. Im Eishockey musst du eben 60 Minuten voll präsent sein, bei nur 40 Minuten muss man auch mit zwei Punkten zufrieden sein“, war Gross nicht entgangen, dass es für die Adler auch anders hätte ausgehen können.

Obwohl Brückmann nicht soviel zu tun bekam wie sein Ingolstädter Gegenüber Michael Garteig, war auch der Adler-Keeper gerade in der Schlussphase des dritten Durchgangs und in der fünfminütigen Verlängerung gefordert, als sich dem ERCI gute Gelegenheiten boten, das Spiel für sich zu entscheiden. „Wir haben zwei richtig starke Torhüter“, erinnerte der 52-jährige Meistercoach daran, dass weder Dennis Endras am Samstag gegen München noch Brückmann am Montag in Ingolstadt im Penaltyschießen zu überwinden waren.

„Die sind beide überragend“, lobte auch Wolf das Torhütergespann und ergänzte: „Der Ingolstädter Torhüter war allerdings auch richtig gut. Die Reihe mit Matthias Plachta, Jason Bast und mir hatte ja im dritten Drittel selbst noch zwei Riesenchancen zum 3:2, die er zunichte macht.“

Powerplay ist eine Baustelle

Eine Adler-Baustelle benannte Gross unumwunden: „Unser Powerplay ist nicht gut, daran müssen wir noch arbeiten.“ Aktuell generiert das Überzahlspiel für ihn zu wenig Gefahr für das gegnerische Tor.

Der Fokus richtete sich aber schnell auf die nächste Aufgabe. „Am Dienstag haben wir frei und ab Mittwoch konzentrieren wir uns dann auf das Derby“, blickte Wolf schon auf das Heimspiel gegen Schwenningen am Donnerstag (18.30 Uhr) in der SAP Arena. Die Wild Wings verdrängten die Adler am Montag durch einen 5:2-Heimsieg gegen die Straubing Tigers von Platz eins der Südgruppe. and

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