Lokalsport Bergstraße

Fußball Erneut geringe Resonanz bei Schiedsrichter-Neulingslehrgang / Zwingenberger mit dem besten Ergebnis

Dietmar Michalek-Riehl weiß fast alles

Archivartikel

Bergstraße.Wieder einmal alles andere als gefüllt waren die Reihen beim jüngsten Ausbildungslehrgang der Bergsträßer Fußball-Schiedsrichter-Vereinigung. 15 Kandidaten fanden sich an den drei Lehrgangstagen im Vereinsheim der KSG Mitlechtern ein, um sich zu Schiedsrichtern ausbilden zu lassen. „Angesichts von 64 Vereinen im Kreis und des immer größer werdenden Schiedsrichtermangels hätten wir uns über eine größere Resonanz gefreut“, sagte Karlheinz Dörsam, der Obmann der Bergsträßer Schiedsrichter.

Erfreulich, so Kreislehrwart Simon Wecht, war hingegen, dass es ein recht junger Teilnehmerkreis war, der sich mit den Fußballregeln beschäftigte. In der Regelprüfung mussten insgesamt 30 praxisnahe Situationen gelöst, 50 von 60 möglichen Punkten zum Bestehen erreicht werden.

Bravourös meisterte Dietmar Michalek-Riehl vom SV Zwingenberg den Test, er erzielte mit 58,5 Punkten fast die Maximalpunktzahl. Aber auch zehn weitere Prüflinge nahmen im ersten Anlauf die Hürde Regeltest. „Nur vier Durchgefallene beim ersten Versuch zeugen vom hohen Engagement aller Teilnehmer“, so Simon Wecht. Zwei weitere Anwärter erreichten im zweiten Versuch die nötige Punktzahl. So dürfen sich die Schiedsrichter-Einteiler Karlheinz Dörsam und Thomas Hirschberg freuen über 13 neue Schiedsrichter im Kreis Bergstraße freuen.

Eine Entspannung sieht Jan Turinski, Mitglied des Kreisschiedsrichterausschusses, nicht: „Wir brauchen dringend mehr Schiedsrichter, sonst leidet am Ende der Fußball im Kreis Bergstraße – und das will niemand. Schon heute bleiben jedes Wochenende Spiele unbesetzt.“

Wie Maximilian Rother den Neulingen erläuterte, werden diese in ihrem ersten Spieljahr von erfahrenen Kollegen begleitet. Diese stehen in den ersten Spielen an der Seitenlinie, geben Tipps und stehen auch sonst jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung. „Mit dieser Maßnahme“, so der stellvertretende Obmann Thomas Hirschberg, „wollen wir dem sonst üblichen Schwund in den ersten Monaten entgegenwirken und die Neulinge optimal unterstützen – ins kalte Wasser geworfen wird niemand.“ all

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