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Fußball DFB reagiert auf die Coronakrise

Dritte Liga sagt zwei Spieltage ab

Archivartikel

Mannheim.Die Ungewissheit der vergangenen Tage beendete der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mit einer Mitteilung um 15.34 Uhr. Statt wie in den beiden oberen Ligen Geisterspiele ohne Zuschauer auszutragen, werden die Partien des 28. und 29. Spieltags abgesagt und „frühestens Anfang Mai“ nachgeholt.

Darunter fallen auch die für Freitagabend angesetzte Partie des SV Waldhof gegen den KFC Uerdingen und die für kommenden Mittwoch terminierte Begegnung der Mannheimer bei Hansa Rostock. Ob und in welchem Rahmen das Heimspiel des SVW am 21. März gegen Viktoria Köln stattfindet, soll beim DFB am Montag beraten werden. Einiges deutet darauf hin, dass der Spielbetrieb unterbrochen bleiben wird.

Die meisten Clubs hatten darauf gedrängt, von Geisterspielen abzusehen, weil die Zuschauereinnahmen für viele Drittligisten einen unverzichtbaren Teil der finanziellen Kalkulation bilden. Spitzenreiter MSV Duisburg rechnete vor, dass er bei einem normalen Heimspiel etwa 260 000 Euro erwirtschaftet.

Schaden von einer Million Euro

Selbst wenn die Einnahmen des SVW pro Match ein wenig darunter liegen, würde sich der Schaden bei einem Zuschauerausschluss in den sechs noch anstehenden Heimpartien nach Angaben von Waldhof-Geschäftsführer Markus Kompp in einer Größenordnung von über einer Million Euro bewegen.

Wenn die Saison wie geplant am 16. Mai zu Ende sein soll – was vor allem wegen der Relegationsspiele um Ab- und Aufstieg zwischen 2. und 3. Liga geboten ist – können Waldhof & Co. nicht wochenlang pausieren. Allen Prognosen der Wissenschaft zufolge steht Deutschland aber erst am Beginn einer Welle von Infektionen. Selbst ein Saisonabbruch ist nicht unrealistisch.

Doch wie würde die Spielzeit dann gewertet? Beim SV Waldhof – zum ersten Mal in dieser Saison auf einem direkten Aufstiegsplatz – nehmen sie solche Spekulationen mit Humor. „Das würden wir sofort unterschreiben. Wir lassen die Tabelle so wie sie ist“, scherzte Trainer Bernhard Trares.

Der Heppenheimer zeigte Verständnis für die Entscheidung des DFB, auch wenn die Unterbrechung neue Probleme aufwerfe. „Es ist nicht schön, wenn man aus dem Rhythmus kommt. Wir haben jetzt gegen Ende der Saison viele Englische Wochen“, sagte Trares, der den Leerlauf möglicherweise mit einem Testspiel auffangen will.

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