Lokalsport Bergstraße

Fußball-Kreisliga D SV Schwanheim strebt den Wiederaufstieg an, SV Schönberg und SG Lautern jeweils eine gute Platzierung

Ein Trio will vorn mitmischen

Archivartikel

Bergstraße.Für viele Vereine in der Fußball-Kreisliga D gibt es nur ein Ziel: einen Spitzenplatz, um die Liga schnellstmöglich wieder zu verlassen. So wollen in Gruppe 1 auch SV Schwanheim, SV Schönberg und SG Lautern vorne mitspielen.

SV Schwanheim: Nach dem vermeidbaren Abstieg aus der C-Liga ist der Blick längst wieder nach vorne gerichtet, zumal der neue Trainer Holger Taube für Aufbruchstimmung sorgt. „Wir wollen vorne mitspielen, was durch den aktuellen Kader gegeben sein muss“, meint der erfahrene Coach. „Wir nehmen den direkten Wiederaufstieg in Angriff, aber das wird kein Selbstläufer. Wir müssen von Anfang an hellwach sein und uns in den ersten fünf, sechs Begegnungen eine Basis erarbeiten“, mahnt Abteilungsleiter Harald Möller, der darauf hinweist, dass sein Club am Saisonende wieder einen Punkt abgezogen bekommt, weil er nicht genügend Schiedsrichter stellt.

Der SVS kann auf 13 Neuzugänge verweisen, von denen alleine neun von der FSG Bensheim gekommen sind. „Ein Thomas Pisarski oder ein Sergej Kirkov würde jeder Mannschaft hierzulande gut zu Gesicht stehen. Letztlich brauchen wir aber jeden Mann, denn wir werden nur als Team Erfolg haben“, stellt Holger Taube fest. In der Tat: Der SV Schwanheim ist personell so stark wie schon seit Jahren nicht mehr aufgestellt. Die Abgänge sollten kompensiert werden können.

SV Schönberg: Mit Platz fünf in der Vorsaison konnte man in Schönberg gut leben. Das unterstreicht Trainer Jürgen Krusche: „Bis auf Gadernheim, Elmshausen und den VfB Lampertheim II haben wir gegen alle Mannschaften gut mithalten können. Die Jungs sind an den Aufgaben gewachsen, uns hat nur der letzte Biss gefehlt.“ Die Zielsetzung formuliert er wie folgt: „Wir peilen wieder einen einstelligen Tabellenplatz an. Schließlich können wir mit der Empfehlung von 60 Punkten in der vergangenen Saison antreten. Meine Mannschaft hat prima zusammengefunden. Ich bin guter Dinge, dass ein Rang zwischen eins und fünf für uns drin ist.“ Der 50-Jährige will nur noch im Notfall selbst auflaufen.

In der Vorbereitung sah Krusche viel Positives: „Die Ergebnisse waren in den Testspielen zweitrangig. Meine Mannschaft ist noch ausbaufähig. Wir müssen gucken, dass wir eine konstante Runde spielen.“ Die wichtigste Erkenntnis war, dass der erfahrene Neuzugang Marcel Wegner (35) und Dominik Keiz prächtig miteinander harmonieren.

Der Schönberger Trainer weiß aber auch, dass die Abgänge große Lücken hinterlassen – allen voran der von Kacper Szczepan Dyduch zur FSG Bensheim. Zum B-Liga-Absteiger sind auch Jacek Zbigniew Dyrcz und Gregorz Koszarny gewechselt. Woyciech Bizon hat sich der neu gegründeten AH des SV Schönberg angeschlossen.

Besonders weh tut Jürgen Krusche, dass sein Sohn Yannick zum VfR Fehlheim wechselte und dort seine Chance sucht: „Yannick spielte zuletzt auch bei den A-Junioren der JFV Alsbach-Auerbach und hatte beim SV Schönberg ein Zweitspielrecht. Ich denke, dass er es zwischen die Pfosten des Gruppenligisten packt; er muss nur Geduld haben.“

SG Lautern: Nachdem zuletzt nur Rang zehn heraussprang, haben die Verantwortlichen der SGL die Weichen gestellt, dass es nun besser laufen soll. Dies zeigt ein Blick auf die Liste der vielversprechenden Neuzugänge. An erster Stelle ist Torjäger Tobias Marasek zu nennen, der von der KSG Brandau zur SGL zurückkehrt. Lucas Scharschmidt kommt vom TSV Elmshausen zurück. Den zehn Neuzugängen stehen bei der SGL nur zwei Abgänge gegenüber. Marcel Peter (zum SV Lindenfels) ist für Trainer Martin Mößinger „ein schmerzlicher Verlust.“

Insgesamt zeigt sich der Coach kämpferisch: „Wir wollen alles daran setzen, um endlich aus dieser D-Liga herauszukommen. Wir haben einige junge, vielversprechende Spieler dazu bekommen.“ Der 42-Jährige, der in seine zehnte Saison als Spielertrainer in Lautern geht, ist froh über den eingeleiteten Verjüngungsprozess. Unterstützt wird Mößinger von Marco Degenhardt, der Markus Rein als Co-Trainer abgelöst hat. rs

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