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Fußball Quarantäne vor dem Geisterspiel am Samstagabend gegen Mönchengladbach hat begonnen

Eintracht zieht ins Hotel

Archivartikel

Frankfurt.Quarantäne in der Heimat: Eintracht Frankfurt verzichtet auf ein Trainingslager in der Ferne und isoliert sich vor dem heiß ersehnten Bundesliga-Neustart in der eigenen Stadt. „In einem Hotel in Frankfurt“ werden Spieler, Trainer und Betreuerteam bis zum Auftakt mit dem Abendspiel (Samstag, 18.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach logieren, berichtete Trainer Adi Hütter zum Auftakt der entscheidenden Woche.

„Es hat Ähnlichkeit mit einem Trainingslager, bei dem die Mannschaft ständig zusammen ist. Wir essen in zwei Gruppen, also nicht alle zur gleichen Zeit. Die ganzen Auflagen sind da, die werden wir auch erfüllen“, sagte der Österreicher.

Mit zwei Bussen zum Training und in der Freizeit ein bisschen Playstation spielen: Auf diese Abläufe stimmen sich die Adlerträger nun ein, bevor ab dem kommenden Wochenende zehn Bundesliga-Spiele und im Idealfall zwei Pokalpartien bis zum Saisonende warten. „Grundsätzlich freut sich jeder, seinem Beruf nachgehen zu können. Die Spieler haben mich zwei, dreimal pro Woche gefragt, geht es weiter? Deswegen war das Signal der Bundeskanzlerin sehr, sehr wichtig für uns alle. Die Spieler freuen sich grundsätzlich, dass sie wieder Fußball spielen können“, sagte Hütter.

Akteure wie Bas Dost und Gelson Fernandes könnten dank der Pandemie-Pause in den Kader zurückkehren, dafür sind Stürmer Goncalo Paciencia und die beiden Verteidiger Martin Hinteregger und Erik Durm derzeit angeschlagen. Corona-Ausfälle muss die Eintracht nicht beklagen. „Ich habe die Spieler ganz klar gefragt, ob es jemanden gibt, der nicht trainieren oder spielen möchte. Es haben alle zugestimmt, dass sie dabei sein möchten“, so Hütter.

Der Fußball und die Restsaison werden sich allerdings merklich von dem unterscheiden, was die Eintracht-Profis kennen. Bis Saisonende wird es ausschließlich Geisterspiele geben, klare Ansagen gab es zum Jubel nach Torerfolgen, zudem müssen Trainer am Spielfeldrand einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Bobic-Appell an die Fans

Frankfurts Sportvorstand Fredi Bobic hat eindringlich an die Fans appelliert, sich bei Geisterspielen vom Stadion fernzuhalten. „Wir haben viel mit unseren Fans gesprochen und gesagt: ,Hört zu, Jungs, taucht nicht am Stadion auf. Wenn ihr dort auftaucht, verlieren wir dieses Spiel, weil die Regeln sehr streng sind.’ Wenn sie auftauchen, geht das Spiel ans Auswärtsteam“, sagte Bobic dem amerikanischen Sportsender ESPN.

Der 48-Jährige vertraut auf das Verantwortungsbewusstsein der Fans. „Sie sind schlau. Sie haben in den letzten Wochen die Regeln befolgt und viel für die Gemeinde getan, insbesondere für die Ältesten“, sagte der frühere Stürmer. Die Kommunikation mit den Fangruppen sei gut verlaufen und von ihnen seien positive Signale gekommen. dpa

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