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Fußball SV Waldhof will in der 3. Liga den ersten Saisonsieg

Es winkt ein Platz vor dem 1. FC Kaiserslautern

Archivartikel

Mannheim.Obwohl das Thermometer bereits am Vormittag stramm auf die 30-Grad-Marke zusteuerte, ging es im gestrigen Trainingsspiel des Fußball-Drittligisten SV Waldhof voll zur Sache. Während Rekonvaleszent Mounir Bouziane am Rand des Platzes Sprintübungen mit Athletiktrainer Dennis Findeisen absolvierte, stimmte SVW-Coach Bernhard Trares sein Team mit klaren Anweisungen auf das heutige Fluchtlichtspiel (19 Uhr, Carl-Benz-Stadion) gegen seinen Ex-Verein TSV 1860 München ein. Zum Abschluss ließ der 53-Jährige noch das Defensivverhalten bei Standardsituationen einüben – beim 1:1 in Magdeburg am vergangenen Mittwoch waren die Mannheimer nach einem Eckball in Rückstand geraten.

Das Ziel des Aufsteigers nach drei Unentschieden in Folge zum Saisonstart formulierte Abwehr-Mann Kevin Conrad klar. „Ein Dreier täte uns schon mal gut“, meinte der Kapitän. Mit dem ersten Sieg in der 3. Liga könnten die Manheimer nicht nur ein bisschen Puffer zu den Abstiegsplätzen aufbauen, sondern auch – für die SVW-Fans sicher ein überaus netter Nebeneffekt – zum ersten Mal seit dem 12. April 1990 in der Tabelle wieder vor dem Erzrivalen 1. FC Kaiserslautern stehen. Vor 29 Jahren spielten beide Clubs allerdings noch in der Bundesliga.

Mit welchem Personal Trares das Duell mit den Münchner Löwen angehen will, darauf gab das Abschlusstraining ebenfalls Hinweise. So trug Benedict dos Santos das Leibchen der mutmaßlichen A-Elf, während Neuzugang Max Christiansen genau wie Stürmer Kevin Koffi bei den mutmaßlichen Reservisten mitkickte. „Wir haben auf der Position im zentralen Mittelfeld mit Schuster, dos Santos und Christiansen drei gute Spieler. Es ist die Frage, wie ich mich entscheide“, hatte Trares am Donnerstag gesagt. Es spricht fast alles dafür, dass es der Coach zunächst mit der Startelf versuchen wird, die bei Absteiger Magdeburg nach gutem Start in der zweiten Halbzeit einen hart erkämpften Punkt verteidigte.

Der TSV 1860 stellt ein Team, das über die mannschaftliche Geschlossenheit kommt, aber in Sascha Mölders (34) auch einen Torjäger mit Bundesliga-Erfahrung in seinen Reihen hat. In München herrscht gehöriger Respekt vor dem Aufsteiger aus der Kurpfalz. „Waldhof Mannheim hat richtig gute Fußballer drin und versucht, mit Kurzpassspiel nach vorne zu kommen“, so 1860-Trainer Daniel Bierofka, der sich auch auf das Wiedersehen mit Ex-Löwe Trares freut. „Bernhard hat seine Fußspuren bei 1860 hinterlassen. Er war ein herausragender Spieler, der Aggressivität und fußballerische Finesse miteinander verbunden hat. Diese beiden Aspekte sieht man auch im aktuellen Waldhof-Stil.“ alex

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