Lokalsport Bergstraße

Kegeln Verhaltene Zuversicht beim Lorscher Frauen-Erstligisten

Europapokal-Teilnahme ist eine schöne Zugabe

Lorsch.Vor vier Jahren qualifizierten sich die Sportkeglerinnen des DSC Kriemhild Lorsch als Deutscher 100-Wurf-Meister für die Bundesliga 120 Wurf. In dieser wurden sie zweimal Sechster, einmal Vierter und in der Vorsaison sogar Dritter, wobei die Vizemeisterschaft nur unglücklich verpasst wurde. Diesen mussten die Lorscherinnen an Liedolsheim abgeben, das am morgigen Freitag gleich der attraktive Auswärtsauftaktgegner in der anstehenden Spielzeit 2017/18 ist. "Das kann ganz schön interessant werden, zumal wir in der vergangenen Saison dort mit 5:3 gewonnen haben", ist Ute Hintze schon voller Vorfreude.

Erschwerend kommt allerdings das vorläufige Fehlen von Julia Herle, geb. Albert, hinzu, die eine Babypause einlegt und womöglich zur Rückrunde wieder zur Verfügung stehen wird. "Wir müssen erst einmal abwarten, wie wir Julia ersetzen können", gibt sich die Sportwartin zurückhaltend: "Mit einem Platz zwischen drei und fünf am Ende wären wir zufrieden." Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen die personellen Probleme aber nicht größer werden.

Die beste Lorscherin, Manuela Ehrhard, plagten schon in der letzten Spielzeit Knieprobleme, so dass sie in zwei Spielen geschont wurde. "Manuela will natürlich immer spielen. Wenn sie aber einmal länger ausfällt, dann würde es sicher eng werden", gibt Ute Hintze zu. Neuzugänge gab es abermals keine. "Wir haben unsere Fühler schon ausgestreckt, aber viele Spielerinnen in der Region sind lieber in der Bundesliga 100 Wurf im Einsatz", muss die Sportliche Leiterin des DSC Kriemhild eingestehen: "Vor ein paar Jahren gehörten wir noch zu den jüngeren Mannschaften, jetzt zählen wir zu den älteren." Hintze ist sich bewusst, dass ihrem Team eine personelle Blutauffrischung ganz gut zu Gesicht stehen würde.

Da haben der Deutsche Meister Victoria Bamberg sowie KV Liedolsheim mit vielen Nationalspielerinnen ganz andere Möglichkeiten. "Vielleicht können wir diese Clubs ja mal ohne Stars knacken", hofft Ute Hintze auf einen Überraschungseffekt. Neu in dieser Spielklasse sind die Aufsteiger FSV Erlangen-Bruck und VfB Sangerhausen. Trainiert werden die Lorscher Keglerinnen weiter von Matthias Ebert, dem Ehemann von Spielerin Monika Ebert.

Schöner Nebeneffekt der zuletzt bislang besten Lorscher Saison-Platzierung war die Qualifikation für den europäischen NBC-Pokal. Einen Auftritt auf internationaler Bühne hatten sich das Kriemhild-Team nämlich schon immer gewünscht. Vom 4. bis 8. Oktober ist es soweit. "Die Bahnen in München haben uns immer gelegen. So hoffen wir schon, dass wir weiterkommen und die Zwischenrunde erreichen", legt Ute Hintze eine gehörige Portion Zweckoptimismus an den Tag.

Abstiegskampf droht abermals.

An die Abstiegskämpfe in den beiden letzten Spielzeiten in der 2. Bundesliga Süd/West denkt man in Reihen des DSC Kriemhild II nicht gerne zurück. Erst am letzten Spieltag der Saison 2016/17 wurde der Klassenerhalt perfekt gemacht. "Mit diesem Kader wird es auch in der kommenden Runde schwer, zu bestehen", befürchtet Ute Hintze.

Ramona Wittich und Lydia Kowolik haben aufgehört, Monika Dreiss hat noch Trainingsrückstand. Dafür traut die Lorscher Sportwartin Norma Kudarat, die erst 2016 mit dem Kegelsport begonnen hat, einiges zu. Neuzugänge gab es keine. Auch Kriemhild II obliegt der Betreuung von Matthias Ebert. Topfavoriten sind die beiden Bundesliga-Absteiger DKC Waldkirch und TSV Schott-Mainz. rs

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