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Fußball Darmstadt 98 beweist Geduld beim 1:0 gegen Aue

Ex-Trainer Schuster mit dessen Mitteln geschlagen

Archivartikel

Darmstadt.Gäste-Coach Dirk Schuster war an alter Wirkungsstätte sichtlich bedient. Mit reichlich Rückenwind waren er und sein Team FC Erzgebirge Aue als Tabellenvierter zum SV Darmstadt 98 gereist. Doch nach einem insgesamt mäßigen Spiel standen die Sachsen – wie berichtet – am Freitagabend mit leeren Händen da. Was den erfolgreichsten Trainer der Darmstädter Geschichte besonders gewurmt haben muss: Er wurde mit den Mitteln geschlagen, die er sonst selbst gerne nutzt. Eine disziplinierte Abwehr und ein Tor nach einem Standard bescherten den Lilien das 1:0 (0:0).

„Wir wussten, dass es gegen einen sehr guten Gegner geht, der sehr gut organisiert ist“, so der Darmstädter Coach Dimitrios Grammozis. „Und wir wussten, dass es vielleicht etwas länger dauert, bis wir zum Torerfolg kommen.“ Wichtig sei gewesen, hinten die Null zu halten und weiter ruhig nach vorne zu spielen. Am Ende half dann wie schon in der Vorwoche beim 1:0 gegen St. Pauli ein Standard in der Schlussphase.

Eigentlich will Grammozis einen anderen Fußball spielen, setzt auf schnelles Umschaltspiel mit flinken Spielern wie Marvin Mehlem, Tim Skarke oder Marcel Heller. Der manchmal eher statische Tobias Kempe, der nun ein überaus erfreuliches Startelf-Debüt feierte, passte da nicht so recht hinein. Doch nach gutem Start geriet der Lilien-Motor ins Stottern. Sieben Spiele blieb das Team ohne Sieg. Die Wende kam mit Kempes Rückkehr. Gegen St. Pauli war er noch Joker, gegen Aue ersetzte er Heller, der 90 Minuten auf der Bank schmorte.

„Ich habe mich im Training aufgedrängt, Gas gegeben und freue mich umso mehr, dass der Trainer mir wieder das Vertrauen schenkt“, sagte ein sichtlich zufriedener Kempe nach dem Spiel. „Das ist das, was zählt. Das andere ist vorbei.“

Das findet Grammozis auch - und entwickelt sich immer mehr zum Liebhaber von Ecken und Freistößen: „Standards sind bei uns im Moment eine gute Sache. Ich hoffe, dass die Jungs da weiter so heiß bleiben.“ Beim Experten Kempe muss er sich da keine Sorgen machen. lhe

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