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Bensheimer Sportlerwahl VfR-Tischtennissspieler nutzen die unerwartete Chance, um in die Regionalliga aufzusteigen

Fehlheim überrascht sich selbst

Fehlheim.Die Tischtennisspieler des VfR Fehlheim können auf das erfolgreichste Jahr ihrer Vereinsgeschichte zurückblicken. Die Zelluloidkünstler um die beiden Spitzenkräfte Nitin Thiruvengadam und Andrej Bondarev schafften als Oberliga-Vizemeister den direkten Sprung in die Regionalliga. Es war ein unerwarteter Aufstieg – und wahrscheinlich war das Erfolgsgeheimnis, dass die Fehlheimer befreit aufspielen konnten.

„Unser Vorteil war sicherlich, dass wir im Gegensatz zu einigen Konkurrenten niemals unter Aufstiegsdruck gestanden haben. In diesem Zusammenhang muss man die Geschlossenheit der Mannschaft hervorheben und darf auch die Ersatzspieler nicht vergessen, die ebenfalls einen wichtigen Anteil am Überraschungscoup hatten“, sieht Claudio Schubert vom Abteilungsvorstand den Erfolg als Produkt einer verschworenen Truppe.

Diese ging eigentlich mit dem Vorsatz in die Saison, frühzeitig den Klassenerhalt in trockene Tücher zu bekommen. Nach einer guten Vorrunde hatte man dieses Vorhaben bereits frühzeitig erreicht und setzte dabei erste Ausrufezeichen durch Siege gegen Obertshausen und Braunfels. Dem späteren Meister aus Kriftel trotzte der VfR – wie auch im Rückspiel – ein Unentschieden ab, so dass die Fehlheimer Mannschaft die Vorrunde auf Platz drei abschloss und sie merkte, dass sie mit den Spitzenteams der Oberliga absolut mithalten kann.

Dennoch ging man auch in die Rückrunde ohne große Ansprüche, zumal Nitin Thiruvengadam vorübergehend nicht zur Verfügung stand. Die Fehlheimer wollten weiterhin den einen oder anderen Club aus der Spitzengruppe noch ärgern, echte Aufstiegsambitionen hegten sie aber zunächst keine. Es sollte aber auch ohne den indischen Spitzenspieler weiterhin sehr gut für den VfR laufen. Und nachdem er im März einen wichtigen Doppelspieltag überraschend siegreich bestreiten konnte, war plötzlich das Unmögliche möglich.

Die Tabellenkonstellation wollte es, dass auch der zweite Platz zum Aufstieg reichen sollte – und diesen belegte Fehlheim zu diesem Zeitpunkt. Nun war die Ausgangslage klar: Der VfR hatte es am letzten Spieltag selbst in der Hand, mit einem Sieg in Biebrich den zweiten Rang zu verteidigen – und das gelang mit einem 9:7 in einem spannenden Match dann auch. Der Aufstieg in die Regionalliga war somit perfekt.

In der höheren Klasse kämpft der VfR nun mit der fast unveränderten Aufstiegsmannschaft wie erwartet gegen den Abstieg und belegt zur Halbzeit den vorletzten Platz, der die sofortige Rückkehr in die Oberliga bedeuten würde. Die Fehlheimer mussten in der Vorrunde jedoch einige knappe Niederlagen hinnehmen und konnten selten in Bestbesetzung antreten, so dass der Klassenerhalt weiterhin ein realistisches Vorhaben ist bzw. im Bereich des Möglichen liegt nico

Info: Alle Infos zur Sportlerwahl und Online-Abstimmung unter bergstraesser-anzeiger.de/ sportlerwahl

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