Lokalsport Bergstraße

Handball Überraschungssieg in Gööpingen / Maidhof ragt heraus

Flames-Coup mit großem Siegeswillen

Göppingen/Bensheim.Die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach sind dem Klassenerhalt wieder einen Schritt näher gekommen: Mit 26:25 (13:14) gewannen die Flames überraschend die Auswärtspartie bei FrischAuf Göppingen. „Wir sind sehr glücklich, die Mädels können stolz auf ihre Leistung sein, der Sieg war absolut verdient“, fasste Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm zusammen.

13 Punkte hat die HSG nun auf dem Konto, am Ende der Vorsaison waren es insgesamt nur zwölf. Trotz dieser positiven Zwischenbilanz und des Vorsprungs auf die nachfolgenden Mannschaften will Ahlgrimm bei fünf ausstehenden Spieltagen nicht von einer Vorentscheidung im Abstiegskampf sprechen. „So zu denken, wäre fatal. Es sind noch zehn Punkte zu vergeben, wir müssen weitermachen wie bisher.“ Die Übungsleiterin ist überzeugt, dass ihr Team in den nächsten Wochen weiter Zählbares einfahren wird. „Wir hatten Probleme, die sind überwunden. Jetzt haben wir Rückenwind“, verweist Ahlgrimm auf die Bilanz von sieben Punkten aus den vergangenen fünf Begegnungen. „Wir wollen noch das eine oder andere Pünktchen holen.“

Schwer ins Spiel gefunden

Den Start in Göppingen setzte die HSG komplett in den Sand. 0:3, 1:4, 4:9, 5:10 - die Flames standen nach knapp 18 Minuten vor einer komplizierten Herausforderung. Heike Ahlgrimm steuerte mit einer Auszeit dagegen. „Wir haben an einigen Stellschrauben gedreht.“ Mit Erfolg. Die Gäste von der Bergstraße waren in der Folge viel besser drin im Match. Die Abwehr agierte konsequenter, im Angriff wurden Wege durch die offensive FA-Deckung gefunden.

Bensheim/Auerbach kämpfte sich Tor um Tor heran. Vor allem über Julia Maidhof, die im rechten Rückraum eine mega-starke Performance ablieferte, kamen die Flames in Schwung. Die Linkshänderin erzielte im ersten Abschnitt sechs ihrer insgesamt zehn Treffer. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung, aber Julia muss man hervorheben, sie war herausragend“, sagte Heike Ahlgrimm. Zur Pause waren die Flames wieder auf Augenhöhe: 13:14.

Nach Wiederbeginn machten die Bensheimerinnen ihre Abwehr zunächst komplett dicht. Göppingen blieb fast zehn Minuten ohne Tor. Vorne netzten Lisa Friedberger, Sarah van Gulik und Maidhof ein, die HSG lag mit 16:14 (39.) und 19:16 (43.) vorne. „Das war eine sehr gute Phase von uns“, befand Ahlgrimm.

FrischAuf kam aber zurück, stellte die Abwehr um, versuchte Julia Maidhof durch eine Sonderbewachung zu neutralisieren. Göppingen glich aus zum 20:20 (49.), im Gleichschritt ging es weiter bis zum 23:23 (54.). „Wir waren mental stark, sind stabil geblieben und haben im Angriff wieder Lösungen gefunden“, beschrieb Ahlgrimm diese spielentscheidende Sequenz, aus der die Flames mit einem 25:23 (57.) hervorgingen. Zu diesen Lösungen zählte etwa die Maßnahme, Martha Logdanidou für einige Minuten mit der Spielsteuerung in der Offensive zu betrauen. „Man muss Dinge ausprobieren, Martha kommt gegen eine offensive Abwehr gut klar und hat das sehr ordentlich gemacht“, erklärte der Coach diesen Schachzug.

In der etwas wilden Schlussphase mit fünf vergebenen Siebenmetern – Göppingen scheiterte zweimal an der Latte und zielte einmal vorbei, FA-Keeperin Zec parierte gegen Maidhof und van Gulik – ließen beide Teams reichlich Chancen liegen. Die Gastgeberinnen verkürzten durch Adamkova 15 Sekunden vor der Schlusssirene auf 25:26; die HSG brachte das Ergebnis ins Ziel. eh

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