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Flames gehen in Blomberg unter

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Blomberg.Überraschend chancenlos waren die Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach am Samstagnachmittag bei der HSG Blomberg-Lippe. Die Flames gingen mit 40:32 (19:14) unter, lagen beim 35:23 (51.) sogar mit zwölf Treffern im Hintertreffen.

Die Blombergerinnen legten schnell ein 5:2 (7.) vor und zeigten damit eine positive Reaktion nach einer für die Gastgeberinnen unangenehmen Woche: Gleich vier Leistungsträger gaben ihren Abschied aus dem Lipperland bekannt. Erst nach dem 3:6 (9.) berappelte sich die Bensheimer Mannschaft von Trainerin Heike Ahlgrimm, egalisierte zum 7:7 durch Caroline Hettinger (15.) und nach einem Doppelschlag durch Ines Ivancok lagen die Flames sogar mit 9:8 vorne (18.). Doch die Führung entpuppte sich als Strohfeuer, zumal die Deckung an diesem Tag viel zu anfällig war und das Angriffsspiel zu fehlerbehaftet.

Beim 9:12 (22.) sah sich Ahlgrimm gezwungen, eine Auszeit zu nehmen, aber es wurde nicht besser: Direkt danach leistete sich Julia Maidhoff einen Abspielfehler, Blomberg erhöhte auf 13:9 und nach einem weiteren Fehlwurf der Gäste sogar auf 14:9 – und das in Unterzahl. Über 17:11 ging es mit 19:15 in die Pause, wobei ein Gewaltwurf von Sanne Hoekstra mit dem Pausenpfiff die Hoffnung auf eine Wende zu Gunsten der Bensheimerinnen am Leben hielt.

Im zweiten Abschnitt zogen die Gastgeberinnen aber wieder davon, führten nach nur 37 Minuten mit 23:15 und erneut waren es individuelle Fehler der Flames, die Blomberg in die Karten spielte. Zudem parierte die frühere Bensheimer Keeperin Melanie Veith – die nur für zwei Siebenmeter die überragende Anna Monz ablöste – einen Strafwurf von Lisa Friedberger. Auf der anderen Seite waren zwar auch Jessica Kockler in der zweiten und Helen van Beurden in der zweiten Hälfte stark, aber sie konnten die Fehler ihrer Deckung nur bedingt ausbügeln. Immer wieder tauchten Werferinnen frei vor ihnen aus. Über 24:17 und 27:19 (43.) legte Blomberg beim 32:22 (48.) erstmals zehn Tore vor, baute die Führung sogar auf 35:23 (51.) aus und sorgte damit bei den mitgereisten Fans für lange Gesichter. Ein Lichtblick: In den Schlussminuten brachte Heike Ahlgrimm die 17-jährige Julia Niewiadomska, die ihre kurze Einsatzzeit zu vier blitzsauberen Treffern nutzte.

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