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Handball Trotz toller Moral kassiert die HSG Bensheim/Auerbach eine 25:29-Pokalniederlage gegen Erstliga-Konkurrent Buxtehuder SV

Flames hadern mit hoher Fehlerquote

Bensheim.Für die HSG Bensheim/Auerbach kam das Aus im Achtelfinale des DHB-Pokals, gab es doch eine 25:29 (13:15)-Niederlage gegen den Buxtehuder SV. So bleibt es bei drei Höhepunkten in der 43-jährigen Historie dieses Wettbewerbs für ein Bensheimer Frauenhandball-Team: 2011 hatten die Flames Platz vier beim Final Four in Göppingen belegt, und 1975 sowie 1977 hatte die TSV Auerbach zwei Vizetitel geholt. Sicherlich war das erneut vorzeitige Scheitern kein Beinbruch, doch gegen den Erstliga-Rivalen aus dem Norden war in der Weststadthalle eine Überraschung möglich – aber wiederholt wurden dem Ahlgrimm-Team zu viele Abspiel- und Fangfehler, das Auslassen zahlreicher hochkarätiger Chancen sowie drei vergebene Siebenmeter zum Verhängnis.

Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm wirkte trotzdem recht gefasst: „Glückwunsch an Buxtehude, deren Sieg absolut verdient ist. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten dem Gegner einen großen Kampf liefern. Diesem sind am Ende ein paar Fehler weniger als uns unterlaufen. Ich kann meiner Mannschaft aber keinen Vorwurf machen, denn sie hat auch diesmal gekämpft. Diese Niederlage tut nicht so weh wie das 27:28 gegen Dortmund. Jetzt werden wir uns auf das wichtige Spiel bei Halle-Neustadt vorbereiten.“ Angesprochen auf die hohe Anzahl an technischen Fehlern meinte sie: „Wenn man ein hohes Tempo geht, dann ist es normal, dass diese passieren. Wir werden im Training daran arbeiten.“

Erleichterung beim Gegner

Vor 360 Zuschauern bot der ehrgeizige Außenseiter 53 Minuten lang ein Duell auf Augenhöhe, leistete sich aber wieder einige Schwächephasen, die der Favorit gnadenlos ausnutzte. Lisa Friedberger, Bogna Sobiech, Sanne Hoekstra und Merel Freriks tauchten immer wieder alleine vor dem BSV-Gehäuse auf, scheiterten aber zumeist an der überragenden Torhüterin Antje Peveling, die 13 gefährliche Bälle parierte und drei Strafwürfe von Julia Maidhof (10.), Lisa Friedberger (13.) und Carolin Schmele (40.) entschärfte.

Auf der Gegenseite hatte aber auch Jessica Kockler (elf Paraden) einen Sahnetag erwischt. Bestnoten bei den einmal mehr einen großartigen Kampfgeist und eine tolle Moral an den Tag legenden Gastgeberinnen verdienten sich auch die dynamische Spielgestalterin Lisa Friedberger, die am Kreis nie ganz auszuschaltende Merel Freriks und Deutschlands Toptorjägerin Julia Maidhof, die immer wieder eine Lücke in der recht sattelfesten Gästedeckung fand.

Maidhof fehlt im EM-Aufgebot

Maidhof steht derweil nicht im vorläufigen 28-köpfigen Aufgebot von Bundestrainer Henk Groener für die Europameisterschaft vom 29. November bis 16. Dezember in Frankreich. „Ich hatte nicht unbedingt damit gerechnet, auf Anhieb im erweiterten EM-Aufgebot zu stehen, hätte mich aber natürlich riesig über eine Nominierung gefreut. So hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen. Ich sage mir aber, dass ich noch genügend Zeit habe, den Sprung in die Nationalmannschaft zu schaffen, und mache mir deshalb auch keinen Druck“, reagierte die 20-jährige Linkshänderin auf die Entscheidung Groeners gelassen. Auch über das Pokal-Aus gegen Buxtehude machte sich die ehemalige Junioren-Nationalspielerin ihre Gedanken: „Wir waren das ganze Spiel über nicht richtig da, und es war auch nicht so, dass wir dominiert hätten. Wir waren nicht schlecht, doch der Gegner war besser. Wir haben zu viele freie Bälle verworfen, das müssen wir in der Liga-Partie in Halle-Neustadt am Sonntag unbedingt abstellen.“ rs

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