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Corona-Krise Noch keine Entwarnung, aber laut LSB „ein Meilenstein in Phase der Entspannung“

Grünes Licht für Schul- und Teamsport

Archivartikel

Wiesbaden.Mannschafts- und Schulsport ist in Hessen ab 1. August wieder ohne Einschränkungen möglich. Wichtig bleibe aber, dass die Hygieneregeln in den Vereinen sowie im Sportunterricht eingehalten werden, erklärten Innen- und Sportminister Peter Beuth und Kultusminister Alexander Lorz (beide CDU) gestern in Wiesbaden. Zuletzt waren Kontaktsportarten nur mit maximal zehn Personen in Hessen möglich. Die beiden Minister begründeten die Corona-Lockerungen mit der weiterhin positiven Entwicklungen der Pandemie im Land.

Durch die Lockerung könnten die übliche Saisonvorbereitung und der Spielbetrieb in den Ballsportarten wie Fußball, Handball und Volleyball wieder durchgeführt werden, erklärten die Minister. Auch die Schulen hätten nun Planungssicherheit und könnten sich mit der weitgehenden Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien bestmöglich vorbereiten.

Die Sportfachverbände und Vereine seien weiter angehalten, Hygienekonzepte zu erarbeiten und vor Ort mit Leben zu füllen. Vor allem beim Zugang zu den Sportstätten sollten Warteschlangen vermieden und in den Umkleiden sowie Sanitäranlagen auf Abstands- und Hygieneregeln geachtet werden, mahnte Minister Beuth.

Lorz kündigte für die Schulen einen überarbeiteten Hygieneplan an. Dieser sehe vor, dass Sportunterricht sowie außerunterrichtliche Sportangebote in allen Schulformen und in allen Jahrgangsstufen unter Einhaltung von bestimmten Schutzmaßnahmen stattfinden können. Um ein ungehindertes Infektionsgeschehen zu verhindern, sollen im ersten Schulhalbjahr aber keine überörtlichen schulsportlichen Wettbewerbe stattfinden.

Der Landessportbund (LSB) sieht in der Aufhebung der Kontaktobergrenze für den Trainings- und Wettkampfbetrieb „einen wichtigen Meilenstein, der bei den hessischen Sportvereinen und -verbänden für Aufatmen sorgen wird“. Präsident Rolf Müller: „In der Corona-Krise war es für unsere gut 2,1 Millionen Mitglieder selbstverständlich, mit verantwortungsvollem Handeln zur Reduzierung des Infektionsgeschehens beizutragen. In der derzeitigen Phase der Entspannung sind verlässliche Rahmenbedingungen für eine ,neue Normalität’ aber unabdingbar.“ Insbesondere für Mannschaftssportarten sei es von großer Bedeutung, ach über vier Monaten erstmals wieder in normaler Teamstärke gegeneinander antreten zu können. lhe/red

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