Lokalsport Bergstraße

Sportlerwahl Alexander Homilius von Fecht-Vorführung begeistert

Karriere begann beim Winzerfest

Bensheim.Fechten ist die große Leidenschaft von Alexander Homilius und seine Kämpfe bestreitet er mit dem Degen. Aktuell muss diese Leidenschaft studien- und coronabedingt ruhen, zu Beginn der 2010er Jahre bestimmte der Fechtsport jedoch den Alltag des damaligen Teenagers. Mindestens dreimal in der Woche stand er bei der SSG Bensheim, bei der er 2006 mit seinem Hobby begann, auf der Planche und trainierte fleißig – was auch von Erfolg gekrönt sein sollte.

Der inzwischen 24-Jährige zählte in seiner Altersklasse zu den stärksten Degenfechtern nicht nur in Hessen; er erreichte zahlreiche Erfolge auf Landes- und Bundesebene. „Die Höhepunkte waren der zweite Platz mit der hessischen Landesmannschaft bei der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in Ulm und Rang fünf bei der offenen Norddeutschen Meisterschaft in Osnabrück. „Dort war ich am nächsten Tag sogar für die Nationalmannschaft im Einsatz und wir haben bei der Trophäe der Friedensstadt Osnabrück das Finale erreicht, in dem wir uns Polen geschlagen geben mussten“, blickt Alexander Homilius zurück.

Mit seinen Auftritten auf Landes- und Bundesebene zählte er in der ersten Hälfte der 2010er Jahre zu den erfolgreichsten Nachwuchssportlern Bensheims und wurde folgerichtig für die Wahlen zum „Junior-Sportler des Jahres“ nominiert. Im Jahr 2012 musste er sich bei der Abstimmung noch der Schwimmerin Anna Lena Müller geschlagen geben und wurde Dritter. Doch ein Jahr später schlug die große Stunde des Fechters und die Leser des Bergsträßer Anzeigers kürten ihn zum „Junior-Sportler des Jahres“. „Es war eine sehr erfolgreiche und gleichzeitig intensive, sportliche Phase“, erinnert er sich an diese Jahre zurück.

Auslöser der Fechtbegeisterung war der Winzerfestumzug im Jahr 2006, an dem die Fechtabteilung der SSG teilnahm und dabei zum Probetraining einlud. Der damals zehnjährige Alexander Homilius war begeistert von der Vorführung der Degensportler, schaute beim Probetraining vorbei – und blieb hängen: „Der Sport hat mich von Beginn an fasziniert; ich habe mich da sofort heimisch gefühlt.“ Vor allem die Schnelligkeit, die beim Fechten sehr entscheidend ist, und die Tatsache, dass man selbst für Siege oder Niederlagen verantwortlich ist, sind für ihn die Faktoren, die diesen Sport ausmachen. „Wenn du verlierst, dann hast du das ganz alleine zu verantworten und kannst die Schuld auf niemand anderen schieben. Dazu musst du immer absolut konzentriert sein, sonst hast du keine Chance. Das fasziniert mich bis heute“, gerät der Student an der TU Darmstadt ins Schwärmen.

Training mit dem Weltmeister

Im Laufe seiner Karriere hat der Bensheimer mit einigen Top-Fechtern die Klingen gekreuzt – und das auch regelmäßig im Training bei der SSG. Dort stand er immer wieder mal dem Senior Norbert Kühn (Welt- und Europameister) oder dem dreifachen Fünfkampf-Olympiateilnehmer Steffen Gebhardt gegenüber und erinnert sich gerne an diese Lektionen. „Da konnte man viel lernen.“ Diese Intensität führte auch dazu, dass Alexander im Jahr 2015 Hessenmeister bei den Junioren wurde.

Aktuell befindet er sich wegen seines Studiums (Geschichte und Wirtschaftswissenschaften) sowie wegen der Corona-Einschränkungen in einer sportlichen Pause und hat in den letzten Jahren kaum Wettkämpfe bestritten. Dies soll sich nach dem Abschluss des Studiums ändern. Alexander Homilius zieht es in jedem Fall zurück auf die Fechtbahn. Da möchte er in absehbarer Zukunft wieder bei Turnieren starten und sich auf der Rangliste in Hessen und in Deutschland positionieren. lew

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