Lokalsport Bergstraße

Persönlich Torhüterin beendet nach vier Jahren bei den Flames ihre Handball-Karriere

Kockler geht auf Abschiedstour

Bensheim.Seit dreieinhalb Jahren ist Jessica Kockler Torhüterin bei den Bundesliga-Handballerinnen der HSG Bensheim/Auerbach. Neben ihren sportlichen Leistungen ist sie bei den Flames auch abseits des Spiels als Mannschaftsführerin wichtiger Ansprechpartnerin für Trainerin Heike Ahlgrimm und Teamkolleginnen. Doch nun herrscht Gewissheit, dass sich die Flames-Familie nach der laufenden Saison von ihrer zuverlässigen Torfrau trennen muss. Dann wird Jessica Kockler ihre Handball-Karriere beenden.

„Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es hat mir immer Spaß gemacht mit Heike, Ilka, Udo und Jean (das Trainerteam, Anm. d. Red.) zusammenzuarbeiten und die Mannschaft ist auch wie eine kleine Familie für mich geworden. Jedoch freue ich mich in Zukunft auf meine freie Zeit, selbst entscheiden zu können, was ich am Wochenende machen kann“, beschreibt die 30-Jährige ihre Gefühle sowie Beweggründe und fügt schmunzelnd hinzu: „Dann kann ich endlich mal an allen Familienfeiern teilnehmen.“

Die gebürtige Saarländerin spielt seit dem Erstligaaufstieg 2017 bei den Flames und bildet seit 2018 mit Helen van Beurden ein harmonisches Torwart-Duo, das sich sehr gut ergänzt, gegenseitig pusht und einen starken Rückhalt für das HSG-Team bildet. In St. Wendel geboren, wechselte die Kauffrau im Groß- und Außenhandel 2009 von der DJK Marpingen an die Mosel zum ehemaligen Deutschen Meister MJC Trier; danach ging es an die Bergstraße. Mit der Flames-Mannschaft hat sie sich in der Ersten Liga etabliert.

Dankbar für die Chance

„Insgesamt habe ich dann vier Jahre für Bensheim/Auerbach gespielt und die Zeit hier total genossen. Das Umfeld hier ist super und der Verein hat es mir auch einfach gemacht, mich hier wohlzufühlen. Sportlich wie privat konnte ich mich weiterentwickeln und bin dem Verein dankbar, dass ich diese Chance am Ende meiner Karriere bekommen habe“, blickt Jessica Kockler zufrieden auf ihre Zeit bei den Flames und ergänzt: „Dies funktioniert natürlich alles nur mit einem Arbeitgeber, der mir in Sachen Handball immer den Rücken freigehalten hat, wie es die Firma Daum Heizung & Sanitär getan hat. Danke hierfür der Familie Ott“.

„Jessi hatte die letzten Verträge bereits immer nur noch um ein Jahr verlängert und es war abzusehen, dass sie nach dieser Saison nicht mehr weiterspielt. Ich finde es sehr schade, aber ich kann es nachvollziehen, dass man irgendwann aufhört, wenn der Körper nicht mehr so mitmacht. Sie wird uns als Kapitän und damit als mein verlängerter Arm auf dem Spielfeld sowie mit ihrer Erfahrung als wichtiger Ansprechpartner für die Mannschaft fehlen“, bedauert Heike Ahlgrimm trotz allem Verständnis den Abgang.

Und auch Flames-Geschäftsführer Michael Geil betont: „Wir verlieren mit Jessica eine äußerst wertvolle Spielerin, die uns sowohl sportlich als auch menschlich bereichert hat und in puncto Zuverlässigkeit, Leistungswillen und Teamfähigkeit ein Vorbild war. Wir wünschen ihr und ihrem Partner alles Gute für die private und berufliche Zukunft.“ Die Flames sind bereits intensiv auf der Suche nach einer Nachfolgerin zwischen den Pfosten. red

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel