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Fußball Nach dem Pokal-Aus gegen Karlsruhe geht es nun zur offensiv ähnlich schwachen SpVgg Greuther Fürth

Lilien finden nicht den Weg zum Tor

Archivartikel

Darmstadt.Von einem „Abnutzungskampf“ sprachen Trainer und Spieler nach der Partie. Es war aber weniger dem fehlenden Kampfeswillen geschuldet, dass der SV Darmstadt 98 zu Hause dem Karlsruher SC durch das späte Tor von Philipp Hofmann (85.) mit 0:1 unterlag und in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausschied. Viel schwerer wog in diesem Aufeinandertreffen zweier Fußball-Zweitligisten die erschreckend schwache Offensivleistung der Lilien, die wahrscheinlich noch Stunden hätten spielen können, ohne ein Tor zu erzielen.

„Wir waren einfach zu harmlos im letzten Drittel“, analysierte Trainer Dimitrios Grammozis. „Wir haben uns zwar gut nach vorne kombiniert, aber dann keine Durchschlagskraft gehabt.“ Die Spieler suchten keine Eins-gegen-Eins-Duelle, sind nicht in den Strafraum gegangen. Stattdessen hätten sie versucht, den besser postierten Mitspieler zu finden. „So hat der Gegner Zeit gehabt, sich zu organisieren.“

Nach zuletzt zwei Siegen in der Liga war das Pokal-Aus gegen den KSC ein Rückschlag. Die beiden 1:0-Erfolge gegen St. Pauli und Aue hatten die Lilien zwar wieder ins Mittelfeld der Tabelle geschoben. Doch auch in diesen Begegnungen war aus dem Spiel heraus wenig gelaufen: Die beide Treffer fielen nach Eckbällen von Tobias Kempe – und der blieb gegen Karlsruhe blass.

Mit nur elf Treffern nach elf Spieltagen hat Darmstadt eine der schwächsten Offensivabteilungen der Liga – nur der SV Sandhausen und Aufsteiger VfL Osnabrück trafen noch einmal weniger. Dabei hatte der Verein vor der Saison gerade im Angriff nachgelegt, nachdem Serdar Dursun in der vergangenen Saison dort meist Alleinunterhalter war.

Dursun spielt engagiert, aber glücklos. Neuzugang Mathias Honsak ist nach zwei Muskelfaserrissen noch nicht die erhoffte Verstärkung, ebenso wie Erich Berko, der auch lange verletzt war. Der Serbe Ognjen Ozegovic kam die letzten vier Spiele gar nicht zum Einsatz. Braydon Manu bestritt verletzungsbedingt noch kein Saisonspiel. Das gilt auch für Dauerpechvogel Felix Platte. Bezeichnenderweise erzielten Defensivspieler fünf der elf Treffer.

Dass das Pokal-Aus der Mannschaft einen Knick gibt, befürchtet Keeper Marcel Schuhen trotzdem nicht. Die vergangenen drei Spiele seien sehr unterschiedlich gewesen. „Deswegen sollte man nicht alles über einen Kamm scheren“, sagte Schuhen. „Jetzt geht es darum, in Fürth weiterzumachen.“ Zumindest vor der Offensive der SpVgg Greuther Fürth müssen die Lilien nicht zittern: Die Franken haben vor der Heimpartie am Samstag nämlich auch erst elf Treffer erzielt. dpa

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