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Fußball Für SV Darmstadt 98 geht heute die Rückrunde weiter

Lilien müssen öfter ins Schwarze treffen

Archivartikel

Darmstadt.Der Trainer empfindet keinen Zeitdruck, der Präsident erwartet keine lange Hängepartie – und doch herrscht beim Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 zum Ende der Winterpause eine gewisse Unsicherheit: Zahlreiche Verträge laufen im Sommer aus, auch die des Trainerteams um Dimitrios Grammozis. Zudem sind die Abstiegsränge nicht fern. So hängt viel vom Start ins neue Jahr ab, wie die weiteren Weichen bei den Lilien gestellt werden. Am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr) geht es los mit der Partie bei Holstein Kiel.

Präsident Rüdiger Fritsch räumte ein, dass die Zurückhaltung bei der Vertragsverlängerung mit dem Trainerteam auch mit den Erfahrungen mit Torsten Frings zusammenhänge. Im September 2017 verlängerte man mit dem damaligen Coach vorzeitig um zwei Jahre. Doch nach elf sieglosen Spielen musste Frings drei Monate später gehen. Bis diesen Sommer steht der 43-Jährige noch auf der Gehaltsliste der Lilien.

Fritsch verspricht: „Gehen Sie davon aus, dass wir in einer guten Abstimmung sind und dass das auch keine irre lange Hängepartie wird.“ „Das wird sich zeigen“, antwortete Grammozis verschmitzt, als er mit der Aussage des Präsidenten zum Zeithorizont konfrontiert wurde. Er nehme die Situation „total locker“, wisse, dass Verträge einem Trainer keine Sicherheit gäben. Für ihn als Trainer sei es doch gut, sich auf seine Arbeit zu konzentrieren und dann in ein oder zwei Monaten zu schauen, was sich ergebe.

Auch 13 Spielerverträge laufen zum Saisonende aus, darunter von mehreren Ergänzungsspielern, aber auch Leistungsträgern wie die gesamte Abwehrkette mit Patrick Herrmann, Dario Dumic, Immanuel Höhn und Kapitän Fabian Holland. „Mit einem Großteil gab es schon erste Gespräche“, sagte der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann. „Von daher sind wir genau im Fahrplan.“

Nur 20 Tore in 18 Spielen

Mit Blick auf die zweite Saisonhälfte muss die Mannschaft vor allem torgefährlicher werden. 20 Treffer aus 18 Spielen bedeuten den zweitschwächsten Sturm der Liga. In der Winterpause wollte Grammozis bei den Spielern mehr Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor herauskitzeln. Zudem kehrten die Offensivspieler Braydon Manu und Felix Platte zurück, die die Hinrunde verletzt verpasst hatten. Eine klare Absage erteilte Grammozis Spekulationen über einen Wechsel des mit sieben Saisontoren bislang besten Lilien-Angreifers Serdar Dursun in die Türkei.

Für das erste Pflichtspiel des Jahres in Kiel steht Dimitrios Grammozis heute nahezu der gesamte Kader zur Verfügung. Nur Abwehrspieler Mathias Wittek fällt mit Kreuzbandriss weiter aus. Hinter dem Einsatz von Rechtsverteidiger Patrick Herrmann steht gegen seinen Ex-Verein wegen muskulärer Probleme noch ein kleines Fragezeichen. dpa

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