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Fußball Darmstadt gewinnt 3:1 nach 0:1-Rückstand

Lilien schicken Wehen in die 3. Liga

Archivartikel

Darmstadt.Trainer Rüdiger Rehm hockte mit leerem Blick am Spielfeldrand – und auch die Profis des SV Wehen Wiesbaden wirkten nach dem Knockout im Abstiegskampf fassungslos. Nach dem 1:3 (1:0) im Hessen-Derby beim SV Darmstadt 98 ist der SV Wehen Wiesbaden so gut wie sicher aus der 2. Fußball-Bundesliga abgestiegen. „Natürlich sind wir extrem enttäuscht“, sagte Rehm.

Wiesbaden geht mit drei Punkten Rückstand auf den Tabellen-16. Karlsruhe in das Saisonfinale, weist zudem die um zehn Treffer schlechtere Tordifferenz auf. „Es ist immer noch eine theoretische Chance da. Wir werden versuchen, uns im letzten Spiel von unserer besten Seite zu präsentieren und einen ordentlichen Abschied hinzulegen“, sagte Rehm. Dann geht es zu Hause gegen den FC St. Pauli.

Sein Team erwischte den besseren Start, ging in der fünften Minute nach einem schönen Spielzug durch Manuel Schäfflers 19. Saisontor in Führung. „Aber dann hatte man das Gefühl, dass wir uns nicht getraut haben weiterzumachen“, analysierte Rehm. „Das 1:0 hat uns nicht die Sicherheit gegeben.“

Sieg-Geschenk für Grammozis

Darmstadt ließ sich von dem Rückstand nicht beirren und hatte schon im ersten Durchgang mehrere gute Gelegenheiten zum Ausgleich. Die beste vergab Tobias Kempe (27.), der mit einem Foulelfmeter am starken Gäste-Keeper Heinz Lindner scheiterte. Im zweiten Durchgang drehten Serdar Dursun (63.) mit seinem 15. Saisontreffer sowie der Südkoreaner Seung-ho Paik (77.) und der eingewechselte Marcel Heller (86.) die Partie zugunsten der 98er.

Lilien-Coach Dimitrios Grammozis sprach von einer sehr intensiven Partie. „Wehen hat noch mal alles rausgehauen und uns mit seiner Aggressivität und Zweikampfstärke gerade in der ersten Viertelstunde Probleme bereitet. Aber wenn ich das ganze Spiel Revue passieren lasse, finde ich, dass der Sieg in Ordnung geht.“ Für Grammozis war es das letzte Heimspiel als Darmstädter Trainer. „Ich bin sehr froh, dass mir die Jungs das Geschenk gemacht haben“, sagte er. dpa

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