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Fußball Darmstadt 98 hofft beim FC St. Pauli auf ein Ende der Negativserie

Lilien wollen nicht nur schön spielen

Archivartikel

Darmstadt.Nach sieben Partien ohne Sieg hofft Trainer Dimitrios Grammozis von Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 im Spiel beim FC St. Pauli (Sa. 13 Uhr) auf den Befreiungsschlag. „Wir wissen, dass die Tabellensituation so ist, dass wir die drei Punkte brauchen“, sagte der Coach des Tabellenvorletzten gestern. Die jüngsten Spiele stimmten ihn positiv: „Wenn wir diese Leistung wieder abrufen, Effizienz zeigen und womöglich in Führung gehen, wird vieles besser laufen.“

Den Vorwurf, er habe die Leistung der Mannschaft schöngeredet, wies der Coach zurück. Allerdings räumte er ein, er habe sich in den vergangenen Wochen oft wiederholen müssen. „Ich konnte mich auch irgendwann nicht mehr hören, immer das Gleiche zu sagen“, sagte Grammozis. „Aber wenn die Mannschaft gut gespielt hat, kann ich nicht sagen, dass sie schlecht gespielt hat.“

Am Millerntor kann der Coach fast aus dem Vollen schöpfen. Nur die Offensivkräfte Felix Platte (Aufbautraining) und Braydon Manu (Knochenödem) fehlen noch einige Zeit. Gut möglich ist eine Rückkehr von Marcel Schuhen ins Tor. Der Keeper hatte sich nach dem ersten Saisonspiel den Arm gebrochen und ist wieder fit. dpa

SV Waldhof mit Trauerflor

3. Liga: Waldhof Mannheim – Hallescher FC (Sa. 14 Uhr): Der personell gebeutelte SV Waldhof kann im Spitzenspiel gegen den Tabellenzweiten auf zwei Rückkehrer bauen – Kapitän Kevin Conrad steht nach seiner überstandenen Knöchelprellung gegen die körperlich robusten Sachsen-Anhaltiner als Linksverteidiger wahrscheinlich wieder in der Startelf. Benedict dos Santos absolvierte gestern Torschussübungen und dürfte auf der Bank sitzen. „Wir sind froh, dass wir wieder mehr Möglichkeiten haben“, sagte SVW-Trainer Bernhard Trares. Maurice Deville konnte allerdings seine Oberschenkelzerrung in der Länderspielpause nicht komplett auskurieren und soll noch geschont werden.

Es ist alles andere als eine normale Drittliga-Partie, die am Samstag im Carl-Benz-Stadion angepfiffen wird. Halle steht immer noch unter dem Schock des rechtsextremen Terrorangriffs auf die städtische Synagoge, bei der am Mittwoch vergangener Woche zwei Menschen getötet wurden – einer von ihnen ein HFC-Fan. Die mehr als 1000 Anhänger der Hallenser wollen den Opfern des Anschlags in Mannheim gedenken, vor Anpfiff gibt es eine Schweigeminute, beide Teams laufen mit einem Trauerflor auf. alex/mm

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