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Lilien wollen nicht „rumheulen“

Archivartikel

Darmstadt.Trainer Dimitrios Grammozis vom SV Darmstadt 98 sieht dem ersten Spiel in der 2. Fußball-Bundesliga nach der Corona-Pause mit gemischten Gefühlen entgegen. „Wir freuen uns, dass es wieder losgeht“, sagte der Coach in einer virtuellen Pressekonferenz. Aber natürlich würden die Fans und die Stimmung fehlen. „Das hat uns immer sehr viel Energie gegeben“, sagte Grammozis. „Dieses Funkeln in den Augen wird man schon vermissen.“

Am Samstag (13 Uhr) treten die Lilien als Tabellensechster beim Tabellenvorletzten Karlsruher SC an. Vor- oder Nachteile wegen der Corona-Pause sieht Grammozis für kein Team: „Die Mannschaft, die weniger rumheult, die sich mehr auf das Sportliche konzentriert, wird auch diejenige sein, die erfolgreicher Fußball spielt.“

Geisterspiele habe man in Darmstadt simuliert, indem man im leeren Stadion am Böllenfalltor mit Elf gegen Elf gespielt habe. „Die Jungs wissen, worauf sie sich einstellen müssen“, sagte der Lilien-Coach. Dabei könne es den Spielern auch helfen, sich an ihre eigenen Anfänge zu erinnern. Da hätten sie nicht vor 50 000 Zuschauern gespielt, sondern nur vor 20 oder 30, aber getragen „vom unbedingten Willen, der unbedingten Gier“, ein großes Ziel zu erreichen.

Fehlen wird voraussichtlich Offensivmann Braydon Manu wegen Adduktorenproblemen, dazu die Langzeitverletzten Mathias Wittek (Kreuzbandriss) und Immanuel Höhn (Sprunggelenksbruch). Höhn macht allerdings gute Fortschritte, peilt eine Rückkehr im Juni an. Grammozis will ihn dabei nicht unter Druck setzen: „Wenn er auf den Platz zurückkehrt, soll er auch zu 100 Prozent fit sein.“ dpa

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