Lokalsport Bergstraße

Mit bewährtem Modell Talente locken

Archivartikel

Die Kontakte in die Niederlande, die ein international geschätztes Ausbildungssystem besitzt, hält die HSG Bensheim/Auerbach zu einem Berater vor Ort. Über diese Schiene wechselte Merel Freriks vor drei Jahren zu den Flames. Heute ist die Kreisläuferin für den Bundesliga-Primus Borussia Dortmund unterwegs und wurde mit der Niederlande im Dezember Weltmeister. „Wir wissen, dass wir solche Spielerinnen nur für einen gewissen Zeitraum bei uns halten können“, so Flames-Geschäftsführer Jörg Hirte.

Was lockt die Hochbegabten an die Bergstraße? „Unsere exzellente Trainerin Heike Ahlgrimm und die Gewissheit, bei uns Spielzeit und Verantwortung zu bekommen“, antwortet Hirte. Welchen Weg jungen Handballerinnen bei den Flames gehen können, zeigen Julia Maidhof und Lisa Friedberger (23), die aus der HSG-Jugend stammen und an der Seite von erfahrenen Spielerinnen wie Sarah van Gulik, Caroline Hettinger, geb. Thomas, oder Sanne Hoekstra zu Leistungsträgern einer Bundesliga-Equipe gereift sind.

Dieses funktionierende Konstrukt soll in den nächsten Jahren weiterhin das Fundament sein für Mittelfeld-Bundesliga-Handball bei der HSG Bensheim/Auerbach. Inwieweit die neue HBF-Strategie und den Flames, mit dem derzeitigen Etat im unteren Drittel der Liga angesiedelt, mehr mediale Aufmerksamkeit und damit mehr Sponsoren und neue finanzielle Möglichkeiten eröffnet, muss abgewartet werden. Nach heutigem Stand der Dinge ist es nicht vorstellbar, dass die Flames mit ihrem „Feierabend-Modell“, alle Spielerinnen arbeiten oder studieren neben dem Handball, die hochprofessionalisierte Konkurrenz so weit hinter sich lassen, um nach Europa schielen zu können. eh

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