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Handball Nach anfänglichem 2:7-Rückstand kommt HSG Bensheim/Auerbach beim 31:21 in Halle-Neustadt noch in Schwung

Nach klarem Pokalsieg können Flames vom Final Four träumen

Halle/Bensheim.Das war souverän: Mit 31:21 (14:11) Toren setzten sich die Bundesliga-Handballerinen der HSG Bensheim/Auerbach am Samstagabend im Achtelfinale des DHB-Pokals beim SV Union Halle-Neustadt durch. „Das war in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten“, sagte Heike Ahlgrimm zum Erfolg ihrer Mannschaft beim verlustpunktfreien Spitzenreiter der 2. Bundesliga.

Damit ist die HSG noch einen Sieg vom Final Four in Stuttgart entfernt. Für das Viertelfinale, die Auslosung findet am kommenden Sonntag (10.) statt, hofft die Flames-Trainerin auf Losglück. Im Topf sind Hochkaräter wie die SG BBM Bietigheim oder der Thüringer HC, aber auch einige Clubs, die für Bensheim/Auerbach zu knacken sein dürften. „Bietigheim oder Thüringen müssen es nicht unbedingt sein“, meinte Ahlgrimm mit Blick auf den Inhalt der Lostrommel.

Beste Torschützinnen der Flames vor 357 Zuschauern in der Erdgas-Sportarena in Halle waren Julia Maidhof (11/5) und Christin Kühlborn, die ihre sechs Treffer in der zweiten Halbzeit erzielte.

Wunschlösung am Kreis

Ein Comeback bei den Flames feierte Caroline Hettinger, geb. Thomas (Archivbild: Neu). Die Kreisläuferin, die nach der vergangenen Saison ihre Bundesliga-Karriere bei der HSG beendet hatte, lebt nach wie vor in Bensheim, hielt sich während der letzten Monate fit und spielte für Bensheim/Auerbach II in der Oberliga. Die 29-Jährige ist der kurzfristig erforderliche Ersatz für die verletzte Dionne Visser, die wegen eines Knorpelschadens auf unbestimmte Zeit ausfällt. Gemeinsam mit Isabell Hurst bildet sie nun das Duo am Kreis. „Caro ist unsere Wunschlösung, sie kennt die Abläufe und ist sofort wieder drin“, erklärte Ahlgrimm die Personalie. Der Vertrag von Hettinger, die sich in Halle zweimal in die Torschützenliste eintrug, läuft laut einer Flames-Pressemitteilung bis zum Saisonende.

In Halle geriet der Erstligist von der Bergstraße nur in der Startphase in Schwierigkeiten. Die gastgebenden Wildcats lagen nach zwölf Minuten mit 7:2 vorne. „Wir waren am Anfang nervös, ein Pokalspiel ist eben doch etwas Besonderes“, erklärte Ahlgrimm den holprigen Einstieg. Mit einer Auszeit brachte die Trainerin ihr Ensemble auf Kurs. „Es waren nur Kleinigkeiten, wir waren bis dahin schon die bessere Mannschaft. Es gab keinen Grund unruhig zu werden.“ Die „Kleinigkeiten“ wurden korrigiert und der Flames-Dampfer nahm Fahrt auf. Julia Maidhof sorgte mit einem verwandelten Siebenmeter für das 9:9 (20.), Elisa Stuttfeld und erneut Maidhof stellten auf 11:9 für die Flames (24.) – die Weichen waren auf Sieg gestellt.

Den Drei-Tore-Vorsprung zur Pause (14:11) baute Bensheim/Auerbach dann kontinuierlich aus. Halle-Neustadt verkürzte nochmals auf 12:15 und 14:17, anschließend verlor der ambitionierte Zweitligist, für den Aufstiegskandidaten trafen Sophie Lütke (6/1) und Ex-Nationalspielerin Saskia Lang (4) am häufigsten, jedoch komplett den Anschluss. Die Flames-Abwehr um Torfrau Jessica Kockler stand sicher, provozierte Fehler des Gegners und gewann viele Bälle. Seine Gegenstöße nutzte der Bundesliga-Siebte konsequent aus. Mit einem Doppelpack von Maidhof zog die HSG auf 22:15 (45.) davon, spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Duell entschieden.

„Alle haben gespielt und hatten Spaß, wir haben viel ausprobiert. Auch wenn nicht alles geklappt hat, war das eine gute Leistung“, bilanzierte Ahlgrimm, die sich vor allem über die stabile Defensive freute. „21 Gegentore sind richtig stark.“ eh

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