Lokalsport Bergstraße

Handball Vier Drittliga-Staffeln in veränderter Zusammensetzung

Neuland nicht nur für SGL

Archivartikel

Bergstraße/Odenwald.Die Drittligasaison der Handballer soll am 3./4. Oktober beginnen, zwei Wochen später ist der Start bei den Frauen vorgesehen. Dies hat die Spielkommission bei ihrer Sitzung in Dortmund festgelegt. Ziel seien Spiele mit Zuschauern, teilte der Deutsche Handballbund danach mit.

„Nach der abgebrochenen Saison 2019/20 erwarten wir mit der Spielzeit 2020/21 angesichts aller mit der Corona-Pandemie verbundenen Ungewissheiten erneut einige große Herausforderungen“, sagte DHB-Präsidiumsmitglied Carsten Korte: „Wir alle sind daher gefordert, Kompromisse zu schließen, bestmöglich zu planen und in den kommenden Monaten flexibel zu entscheiden.“

Die 72 Männer-Mannschaften gehen mit vier Staffeln in die neue Spielzeit. Die beiden Aufsteiger in die 2. Bundesliga werden in Relegationsspielen der vier Staffelsieger ermittelt. Die jeweils letzten vier Mannschaften aus jeder Staffel steigen ab. Die 60 Frauen-Teams sollen in fünf statt bisher vier Staffeln aufgeteilt werden. Der DHB-Bundesrat muss die geplante Änderung noch bestätigen. Neben drei Aufsteigern soll es 16 Absteiger geben.

„Dass wir Startdatum, Staffeleinteilung und Modus haben, hilft allen Beteiligten. Wir und damit auch die Vereine können nun etwas konkreter planen“, sagte Horst Keppler, Vorsitzender der Spielkommission, in einer Verbandsmitteilung.

Gerne zurück in den Süden

Für die SG Leutershausen und den TVG Großsachsen geht es dabei ab in den Süden; sie werden also nicht mehr – wie zuletzt – in der Staffel Mitte auflaufen. „Wir freuen uns sehr über die Einteilung, schließlich ist der Süden die Staffel, zu der wir uns am meisten zugehörig fühlen“, sagt Mark Wetzel. Der Sportliche Leiter der SGL ist glücklich darüber, nun auf viele alte Bekannte zu treffen, die man noch aus der früheren Zeit in der Südstaffel kennt: „Das wird sicher sehr interessant, wir gehen die Aufgabe zuversichtlich an.“

Neben den Derbys gegen Großsachsen und Oftersheim/Schwetzingen dürfen sich die Leutershausener Fans auch auf interessante Duelle gegen Teams wie die Bundesliga-Reserve der Rhein-Neckar Löwen, die SG Pforzheim/Eutingen, die TGS Pforzheim oder den TSB Heilbronn-Horkheim freuen. Die weiteste Reise steht zum HaSpo Bayreuth an (rund 300 Kilometer).

Falken wollen im Aufwind bleiben

Auch für die Falken der MSG Groß-Bieberau/Modau ergibt sich eine besondere Neuerung, denn sie bekommen es mit elf für sie neuen Gegner in der Gruppe Mitte zu tun, die bislang in anderen Staffeln spielten. Das bedeutet zwar extrem längere Auswärtsfahrten, aber auch Abwechslung und neue Herausforderungen. Ein Wiedersehen gibt es mit alten Rivalen aus Zeiten der Regionalliga Südwest, HSG Saarlouis, TSG Haßloch und TV Hochdorf; die HSG Nieder-Roden zählt wohl zum Kreis der Titelkandidaten .

Die Falken haben zwar ihren Kader zahlenmäßig verkleinert, aber enorm an Qualität zugelegt. Manager Georg Gaydoul: „Der letztjährige siebte Tabellenplatz soll Ansporn zu einer weiteren Verbesserung sein. Wir wollen attraktive Spiele zeigen unsere Leuchtturmfunktion im Handball Leistungssport in Südhessen weiter wahrnehmen und die Fans mitreißen.“ dpa/th/red

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