Lokalsport Bergstraße

Kegeln Lorscher Bundesliga-Team stellt sich auf eine weitere Saison im Abstiegskampf ein

Nibelungen müssen erneut ohne Verstärkung auskommen

Lorsch. .Die Sportkegler des SKC Nibelungen Lorsch haben sich daran gewöhnt, in der Bundesliga kleinere Brötchen zu backen. So sprang in der vergangenen Saison mit 12:24 Punkten Rang sieben nur dank eines starken Endspurts heraus. „Wir können mit dem Abschneiden unterm Strich ganz gut leben. Immerhin sind wir ja ein gewisses Risiko eingegangen, indem wir bewusst auf junge Spieler mit nur wenig Erfahrung gesetzt haben. Uns war von Anfang an klar, dass es bis zum Saisonende eng für uns bleiben würde“, hatte sich Frank Gutschalk nach Rundenende gar nicht so unzufrieden gezeigt.

„Unsere Zielsetzung kann in der neuen Runde nur der Klassenerhalt sein – in erster Linie, weil wir keine namhaften Neuzugänge bekommen haben. Erst einmal gehe ich aber davon aus, dass wir von unserer Erfahrung ganz gut profitieren können“, gibt sich der Lorscher Ausnahmekegler einmal mehr eher zurückhaltend, nicht ohne auf eine gewisse Portion Optimismus zu verzichten.

„Wir müssen in erster Linie unsere Heimspiele gewinnen. Wichtig wird dabei sein, unsere Heimstärke gerade gegen die Mannschaften aus dem unteren Tabellendrittel auszuspielen und gegen diese die Big Points holen“, betont der 45-jährige Diplom-Betriebswirt. Auf den Heimvorteil können die Nibelungen sicherlich bauen, standen in der letzten Runde auf eigenen Bahnen doch immerhin 10:8 Punkte zu Buche. Dagegen nehmen sich die in der Fremde erzielten 2:16 Zähler doch eher recht bescheiden aus.

Aktuell werden die Bahnen im Lorscher Kegelcenter erneuert. „Die erste Phase der Renovierung ist mit der Installierung der Technik bereits abgeschlossen. Im kommenden Jahr ist dann die Erneuerung der Bahnflächen und Anläufen angesagt. Vielleicht können wir durch unsere neuen Bahnen ja noch den einen oder anderen jungen Spieler nach Lorsch holen“, verleiht Frank Gutschalk seiner Hoffnung auf personelle Blutauffrischung spätestens im kommenden Jahr Ausdruck.

Erst einmal müssen die Hoffnungen jedoch auf den langjährigen, verdienten Korsettstangen Jochen Steinhauer sowie Frank und Thorsten Gutschalk ruhen. Aber auch auf Jurek Osinski, Michael Straub und Holger Walter sollte Verlass sein. In der vergangenen Spielzeit fehlten hin und wieder ein oder zwei Spieler – überwiegend aus beruflichen Gründen. Dabei zeigte sich oft, dass die Lorscher die personellen Lücken nur schwer mit Akteuren aus der zweiten Mannschaft stopfen konnten. „Wenn wir mehrere Ausfälle haben, dann wird es schon eng“, muss Frank Gutschalk zugeben.

Für das Lorscher Urgestein sind die mit einigen Kegel-Assen und Nationalspielern aufwartenden SKV Rot-Weiß Zerbst und SKC Staffelstein die Topfavoriten auf den Titelgewinn. Gespannt ist Frank Gutschalk darauf, welche Rolle die beiden Aufsteiger Sportfreunde Friedrichshafen und Rot-Weiß Hirschau spielen. Die Vorfreude im Nibelungen-Lager auf den Saisonauftakt mit dem Heimspiel gegen den TSV Breitengüßbach am Samstag, 14. September (12 Uhr), ist jedenfalls groß.

Nibelungen II ein Titelanwärter?

„Der Abstiegsschmerz unserer zweiten Mannschaft hat sich in Grenzen gehalten. In der Hessenliga spielen unsere Jungs im neuen Spielsystem 120 Kugeln, das sind sie ja aus der 2. Liga gewöhnt. Außerdem sind die Wege zu den Spielorten kürzer und dadurch der Aufwand geringer“, gewinnt Frank Gutschalk der jüngsten Negativentwicklung auch etwas Positives ab. „Unsere zweite Mannschaft wird sicher um die Meisterschaft mitspielen“, geht er fest davon aus, dass die Lorscher Reserve für Spannung im Titelrennen sorgen kann. Die Auftaktbegegnung gegen den KC Rothenbergen am 14. September (Sa. 16.30 Uhr) zu Hause ist eine erste Standdortbestimmung. rs

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