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Offener Brief nach Schiri-Attacke

Der Hessische Fußball-Verband (HFV) hat sich nach der Attacke auf einen Schiedsrichter am Wochenende in einem offenen Brief an die Vereine gewandt und zur Mithilfe aufgefordert. „Wir appellieren an alle Vereine, sich bewusst zu machen, dass wir in eine zunehmend dramatischere Situation kommen und immer weniger Sportfreunde zukünftig bereit sein werden, sich als Schiedsrichter zur Verfügung zu stellen“, heißt es in dem Schreiben. „Lassen sie es nicht soweit kommen und setzen sie gegen Spieler und Mitglieder, die sich nicht an Spielregeln und einen faireren Umgang halten, ein deutliches Zeichen!“

Am vergangenen Sonntag war (wie berichtet) ein 22 Jahre alter Unparteiischer in der Partie des FSV Münster gegen TV Semd in der C-Liga Dieburg von einem Spieler, dem er die Gelbrote Karte gezeigt hatte, bewusstlos geschlagen worden. Er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Die Attacke sei kein Einzelfall, schrieb der HFV. „Wir werden diese Auswüchse an Gewalt nicht tolerieren, sondern mit aller Konsequenz und allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln sportgerichtlich dagegen vorgehen. Wenn nötig, die Strafmaßnahmen auch verschärfen“, heißt es weiter. Offene Respektlosigkeit „gegenüber Ordnungsinstanzen“ sei ein gesamtgesellschaftliches Problem, das sich auf Fußballplätze übertrage. „Wir können bei diesem Thema auch nicht die Verantwortung einfach an die Politik weiterleiten, wir als Fußballer sind alle gemeinsam gefragt.“ dpa

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