Lokalsport Bergstraße

Ringen

Pascal Eisele glänzt bei WM-Sichtung

Archivartikel

Fürth.„Ich hatte mich schon die ganze Zeit gefragt, wie lange es noch gehen würde, doch das ging jetzt alles sehr abrupt“, sagt Pascal Eisele zum Abbruch der Bundesliga-Saison durch den Deutschen Ringerbund. Letztlich kam die Entscheidung für den 26-jährigen Fürther in Diensten des SC Kleinostheim nicht so überraschend. „Es mussten immer mehr Ringer in Quarantäne und es fielen Kämpfe aus, da war eigentlich zu erwarten, dass die Runde nicht zu Ende gerungen wird.“

Dem Europameister von 2016 und WM-Dritten von 2017 war von Beginn an klar, dass „dies eine ganz andere Runde als in den Jahren zuvor geben wird“. Mehrere Vereine meldeten ihre Mannschaft aufgrund der Coronavirus-Pandemie erst gar nicht an, andere hätten aufgrund der umfangreichen Hygienemaßnahmen nur darauf gewartet, dass sie abspringen konnten, drei stiegen während der Runde aus.

Für seinen neuen Verein bedauert er den Abbruch, denn der SC habe hervorragende Arbeit geleistet. „Das Hygienekonzept war sehr gut. Das hat zwar extrem viel Arbeit gemacht, aber das ist in Kleinostheim bestens umgesetzt worden“, sagt er auch im Hinblick darauf, dass sich die Runde schon langsam den Play-offs zuneigte.

Termin im Dezember in Serbien

Ungeachtet dessen war Eisele nun bei der Nationalmannschaft gefordert. Der Deutsche Ringerbund führte ein internes Kaderturnier durch, das als aktueller Leistungsnachweis dienen sollte, aber auch Erkenntnisse für die Weltmeisterschaften, die der Weltringerverband im Dezember in Serbien plant, in den Gewichtsklassen bringen sollte, in denen die Starter noch offen sind.

Der Fürther trat in der 77-kg-Klasse an. „Seit langem war für mich wieder einmal Gewichtmachen angesagt. Von daher war das interessant, wie ich damit zurechtkommen würde“, ging er gespannt in die Kämpfe. Nach drei klaren Punktsiegen traf Eisele im Finale auf Michael Widmayer, den WM-Fünften in der 72-kg-Klasse von 2019. Nach dreieinhalb offensiv geführten Minuten ging der Odenwälder mit 2:0 in Führung, die er über die Zeit brachte.

Nun geht sein Blick in Richtung WM, auch wenn die offizielle Nominierung durch den Verband noch aussteht. „Das wäre ein Highlight, aber ich muss jetzt erst einmal abwarten, ob sie überhaupt stattfindet“, bemerkt er. Sein Training setzt er ungeachtet dessen fort, schließlich ist er als Spitzenringer von den Corona-Einschränkungen weniger betroffen. jün

Zum Thema
Das Wichtigste von heute
Newsticker Bergstraße
Newsticker überregional
Meistgelesene Artikel
Neueste Artikel