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Fußball Verbandsvorstand in Hessen beschließt Empfehlung

Saison vor dem Abbruch

Frankfurt/Bergstraße.Der Vorstand des Hessischen Fußball-Verbandes will das Stimmungsbild in die Tat umsetzen, das sich bei den Videokonferenz-Umfragen in den 32 hiesigen Fußballkreisen ergeben hat; nämlich den Abbruch der Saison 2019/20. Es wurde eine Empfehlung erarbeitet, die vorbehaltlich weiterer behördlicher Entscheidungen durch die Bestätigung an einem virtuellen Verbandstag am 13. oder 20. Juni amtlich werden könnte.

Auch im Kreis Bergstraße war die Mehrheit – 50 der 63 befragten Vereine – für ein vorzeitiges Rundenende; 34 von ihnen für einen Tabellenendstand wie beim Abbruch, mit Auf-, aber ohne Absteiger, während 16 Clubvertreter für die sogenannte Quotientenregelung mit Auf- und Absteigern plädierten. Eine weitere, wählbare Möglichkeit wäre die Fortführung der Saison über den 30. Juni hinaus. Der HFV entschied sich letztlich für einen Mix, nämlich Abbruch und Quotienten-Regelung mit dem Erstplatzierten als Aufsteiger, aber es gibt keine Absteiger.

Machbarkeit und Rechtssicherheit

„Im Umgang mit dem HFV-Spielbetrieb haben wir um Geduld und Besonnenheit zur Realisierung der besten Lösung geworben. Vor dem Hintergrund der aktuellen behördlichen Verfügungslage und nach der Einbeziehung des Rats von Experten sowie der Meinung der Vereine in das Prozedere, favorisieren wir die von einem Großteil der Clubs gewünschte Lösung in Verbindung mit deren Machbarkeit und Rechtssicherheit. Uns ist bewusst, dass nicht alle Vereine diesen Standpunkt teilen, aber leider ist aufgrund der speziellen Situation eine Lösung, die eine einheitliche Zustimmung findet, nicht möglich. Wir sind jedoch überzeugt, dass wir der gerechtesten und vereinsfreundlichsten Lösung hiermit am nächsten kommen“, erklärte HFV-Präsident Stefan Reuß.

Vor dem Hintergrund, dass ein Abstieg nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich in der Regel schwerer wiegt als ein Nichtaufstieg, sollen keine Absteiger ermittelt werden. Im Vorfeld des Verbandstages muss die Frage, wie mit dem Thema Relegation und Aufstiegsspiele umzugehen ist, noch abschließend geklärt werden. Bezüglich des Verfahrens der Pokalwettbewerbe müssen ebenfalls noch kurzfristig Lösungen erarbeitet werden. Kreisfußballwart Reiner Held (Bürstadt) wollte keine Stellungnahme abgeben. red/hs

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