Lokalsport Bergstraße

Sportlerwahl Radsport-Ass besticht durch seine Vielseitigkeit / Wahl zum „Sportler des Jahres 2016“ war auch eine Anerkennung für die SSG Bensheim

Sascha Starker ist Spezialist nicht nur für die Berge

Archivartikel

Bensheim.Als das Bensheimer Radsport-Ass Sascha Starker im Jahr 2016 zum „Sportler des Jahres“ in Bensheim gewählt wurde, war das mehr als nur eine Auszeichnung für einen erstklassigen Radsportler. Denn nicht nur der heute 30-jährige Marketing-Manager wurde für seine herausragenden Leistungen belohnt, sondern auch sein Heimatverein, die Radsportabteilung der SSG Bensheim, erfuhr damit eine Bestätigung für die gute Arbeit, vor allem im Nachwuchsbereich.

Seit dem Jahr 2004 gehört Sascha Starker der Radsportabteilung an, seit seinem vierten Lebensjahr ist er Mitglied der SSG. Als er 2005 in den Hessenkader berufen wurde, begann seine radsportliche Karriere so richtig. Sascha Starker entwickelte sich in den folgenden Jahren zu einem hervorragenden Straßenfahrer, dabei lagen ihm von Beginn an die Berge ganz besonders.

2015 unterschrieb er seinen ersten Profiradsportvertrag beim Bundesligateam Heizomat. Bis dahin hatte er sich schon in der deutschen Radsportszene einen Namen gemacht. Mehr als 50 Siege in unterschiedlichen Disziplinen fuhr er ein. Ob auf der Straße, beim Einzelzeitfahren, bei Bergmeisterschaften, Cyclocross oder Mountainbike – immer fand er sich bei Rennen in vorderster Front und auch auf dem Siegertreppchen wieder.

Zahlreiche Hessische Meisterschaften holte sich der Bergspezialist, wurde im Jahr 2014 Deutscher Vizemeister bei den Bergsportmeisterschaften in Berchtesgaden. Nur der für das MLT Team Bergstraße startende Sebastian Baldauf lag auf der schweren Strecke vor ihm. Es war ein ohnehin starkes Jahr für den Bensheimer, der sich am Berg den Hessenmeistertitel holte und bei den hessischen Einzelzeitfahrmeisterschaften Zweiter wurde.

In dieser Zeit fuhr er viele Rennen mit Jan Dieteren und Christian Mager, zwei weitere SSG-Radsportler. Als die Sternstunde des heutigen Tour de France-Fahrers Emanuel Buchmann schlug, waren Starker und Dieteren dabei. Algis Oleknavicius holte nach der Absage des Ausrichters die deutschen Straßenmeisterschaften der Elite kurzfristig nach Bensheim und diese Meisterschaft wurde von Buchmann gewonnen, den niemand auf der Rechnung hatte. Als Sascha Starker nach der ersten Runde die Start- und Ziellinie an der Weststadthalle als Erster überquerte, war man sichtlich stolz auf den Bensheimer Radsportler. Als 58. überquerte er letztlich am Ende die Ziellinie, Jan Dieteren fand sich 20 Plätze vor ihm ein.

Es war ein sehr gutes Jahr für Sascha Starker, der die Teilnahme an dieser Meisterschaft, seine Platzierungen beim Giro in Münster und mehrfache Teilnahmen an Mountainbike-Weltmeisterschaften als Highlights seiner Karriere nennt. Aktuell ist er noch häufig auf Trainingsfahrten unterwegs, sein Pensum ansprechend: Auf über 20 000 Radkilometer kommt er jährlich. Diese Leidenschaft passt er den beruflichen Gegebenheiten an, fährt mit dem Rad zur Arbeit, um nach Feierabend eine Trainingseinheit anzuhängen.

„Mein Ziel ist immer noch besonders der Mountainbike-Bereich. Ich möchte bei den World-Series-Rennen unter die Top 3 fahren und bei den Weltmeisterschaften einmal unter die Top 50. Das blieb mir bisher verwehrt, denn bei allen WM-Teilnahmen verfolgte mich die Defekthexe“, hadert Starker mit den wichtigsten Rennen seiner Laufbahn: „Vor allem bei der WM 2019 im schweizerischen Wallis war ich sehr gut in Form, fühlte mich hervorragend für die 95 Kilometer und die über 4000 Höhenmeter vorbereitet. Doch nach 15 Minuten war alles gelaufen, ein Platten warf mich bis auf den letzten Platz zurück. Am Ende reichte es für einen Platz unter den besten hundert. Mit der Mountainbike-WM habe ich noch eine Rechnung offen“, zeigt er sich kämpferisch. pfl

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