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Fußball Manuel Seberkste betritt Neuland / Abgänge schwächen die Abwehr

SC Rodau ist die erste Trainer-Station

Archivartikel

Rodau.Beim Fußball-B-Ligisten SC Rodau hat sich seit der letzten Saison einiges getan. Bis zur Winterpause musste man sich noch Sorgen machen und das Thema Abstieg wurde angesprochen, doch nachdem Spielertrainer Gernot Brunken Mitte der Rückrunde erklärte, nur noch als Spieler zur Verfügung stehen zu können, schaffte das Team die Wende. Am Ende kam ein passabler achter Platz heraus. Damit wäre der neue Mann auf dem Trainerposten, Manuel Seberkste, auch in der neuen Runde mehr als zufrieden.

Die Rodauer haben viele Abgänge zu verzeichnen. Vor allem der Innenblock mit Michael Zimmermann, der seine Karriere beendete, und dem umzugsbedingten Wechsel von Abwehrmann Pawel Antonenko wird man lange nachtrauern. Damit verliert der Abwehrverband des SC Rodau an Stabilität. Insgesamt verließen acht Spieler den Verein, darunter auch Gernot Brunken, der es noch einmal wissen will und zu den Sportfreunden nach Heppenheim wechselte. Ihm folgte mit Sehmus Öhner ein weiterer bisherige Abwehrspieler.

Dennoch ist sich der neue Coach sicher, dass die neu hinzugekommenen Spieler die ein oder andere Lücke schließen können. „Es wird seine Zeit brauchen, bis das Gefüge passt und jeder weiß, wo er hingehört. So ein Umbruch ist auch eine Chance, und ich hoffe, dass wir die Anpassungsphase schnell hinter uns haben“, sagt der 35 Jahre alte Seberkste (kleines Bild).

Für ihn ist es die erste Trainerstation, bei der er eine „echte“ erste Mannschaft trainiert. Gespielt hat er bis zu einem komplizierten Schien- und Wadenbeinbruch, musste dann aber früh seine Karriere beenden. Die Sportfreunde Heppenheim waren seine sportliche Heimat, in der Jugend spielte er beim FC Alsbach.

Gekommen sind Pascal Klotz für das Tor, Hasan Karakus im Mittelfeld, Oliver Löw und Maik und Mirco Müller für den Sturm. Seberkste steht ein 19-köpfiger Kader zur Verfügung, seine rechte Hand Kevin Jährling ist eine langjährige Stütze – auf und außerhalb des Spielfeldes.

Seberkste strebt einen einstelligen Tabellenplatz an, sieht die Aufgabe aber realistisch: „Ich hoffe, dass wir uns frühzeitig aus dem Bereich der Abstiegsplätze verabschieden können. Das geht aber nur, wenn die Mannschaft früh zusammenwächst und an einem Strang zieht.“ Mit den bisherigen Auftritten seines Teams ist er zufrieden, auch wenn mit Torhüter Max Möller nach dessen Bänderriss in der Vorbereitung mindestens ein Spieler länger ausfällt.

In der Mannschaft befinden sich einige erfahrene Spieler wie Robert Richter, Abwehrchef Michael Borger oder Kevin Jährling, die in der Lage sein müssten, die jüngeren Spieler schnell heranzuführen. Der Trainer setzt auf Stabilität und vor allem auf Disziplin, Gelbe Karten oder Zeitstrafen wegen Meckern sind ihm ein Greuel. „Wir tragen nicht nur das Trikot des SC Rodau, sondern wir vertreten in den Spielen auch den Verein. Daher lege ich viel Wert auf unser äußeres Bild und das Auftreten“, zeigt Seberkste seine Linie auf.

Insgesamt zeigt er sich schon angetan von seiner neuen Mannschaft. Die neuen Spieler seien integriert, passen vor allem menschlich und charakterlich hervorragend in das Gesamtkonzept. Wenn man insgesamt die Probleme in der Defensive in den Griff bekommen könnte, würde es zwar eine schwere Saison geben, aber ohne Abstiegssorgen. Die wenigsten Sorgen macht er sich um die Offensivabteilung des SC Rodau. pfl

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