Lokalsport Bergstraße

Tischtennis Maßnahmekatalog für baldige Trainingsaufnahme

Spielen ist möglich

Archivartikel

Bergstraße.Wie kann ein schrittweiser Wiedereinstieg im Tischtennissport aussehen? Das Präsidium des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) und eine Gruppe von Fachleuten aus unterschiedlichen Bereichen, der auch der Präsident des Hessischen Tischtennis-Verbandes, Andreas Hain, angehört, haben dazu Empfehlungen entwickelt, die den politischen Entscheidungsträgern als Diskussionsgrundlage dienen können, über eine Hallenöffnung für den Tischtennissport zu befinden.

Es handelt sich um Maßnahmen für die behutsame Wiederaufnahme gemeinsamer sportlicher Aktivitäten, die die jeweiligen Aktiven und Vereine strikt umsetzen müssten. Die Empfehlungen sind teilweise sicherlich auch auf andere Sportarten zu übertragen.

„Wir wollen keine Forderungen stellen oder gar Druck gegenüber der Politik aufbauen, sondern unseren Beitrag leisten, um solidarisch mit den anderen Gesellschaftsgruppen und Sportverbänden die Corona-Krise bestmöglich bewältigen“, stellt DTTB-Präsident Michael Geiger klar: „Dazu gehört im Rahmen einer schrittweisen Lockerung dann auch, das gemeinsame Sporttreiben unter Einhaltung von Distanzregeln zum persönlichen Schutz jedes einzelnen Aktiven zu ermöglichen. Unsere Sportart als Individual- und Nicht-Kontakt-Sport macht das – mit einer Reihe kleiner Anpassungen – unserer Meinung nach möglich.“

Anpassungen in der Praxis

Die geltenden Abstands- und Hygienemaßnahmen werden eingehalten.

Die Trainingszeiten werden individuell innerhalb der Obergrenzen für die Teilnehmerzahl eingeteilt (kein offener Trainingsbetrieb).

Auf- und Abbau von Tischen und Materialien erfolgt durch fest eingeteilte Personen, die dafür Handschuhe und Mundschutz nutzen.

Alle genutzten Tische werden räumlich durch Umrandungen voneinander abgetrennt (vorhandene Trennvorhängen werden genutzt).

Die Spielboxen (laut Regel mindestens 12 x 6 Meter) können auch größer gebaut werden.

Die Spieler nutzen ausschließlich eigene Schläger, keine Leihschläger vom Verein/Trainer.

Es gibt fest eingeteilte Trainingspaarungen.

Für Angehörige von Risikogruppen wird zu bestimmten Zeiten geschütztes Training angeboten.

Zwischen zwei Tischbelegungen wird eine zehnminütige Pause eingeplant, um einen kontaktlosen Wechsel am Tisch zu ermöglichen.

Es wird kein Doppel gespielt.

Die Spieler einer Paarung nutzen jeweils einen eigenen, zum Beispiel farblich unterscheidbaren Ball, den nur sie berühren beziehungsweise ins Spiel bringen dürfen.

Es findet kein Training am Ball-Roboter sowie mit Balleimer statt.

Es gibt keinen Seitenwechsel.

Umkleideräume und Duschen werden nicht genutzt.

Kein Händeschütteln bzw. Abklatschen zu Beginn und am Spielende.

Kein Anhauchen des Balles.

Kein Abwischen des Handschweißes am Tisch.

Trainer beim Nachwuchs halten Abstand, tragen einen Mundschutz und führen keine Bewegungskorrekturen/Hilfestellungen durch. red

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