Lokalsport Bergstraße

Fußball Neuerungen waren Thema bei Rundenbesprechung

Spieler und Trainer sollen sich mit Regeln beschäftigen

Bergstraße.Muss der Ball beim Abstoß aus dem Strafraum gespielt werden? Nein. Darf der Torhüter bei einem Strafstoß hinter der Linie stehen? Ebenfalls nein. Darf ein Spieler bei seiner Auswechslung über das ganze Spielfeld traben, ehe er den Platz verlässt? Nicht mehr, er muss das Feld über die nächste Begrenzungslinie verlassen. Und was passiert, wenn der Ball den Schiri berührt und von ihm ins Tor geht? Kein Treffer, es gibt Schiedsrichterball. Die Fußballfreunde auch auf lokaler Ebene müssen sich umgewöhnen. Am 1. Juli ist eine Reihe von Regeländerungen in Kraft getreten.

Diese wurden bei der Vorrundenbesprechung der Kreisober- und C-Liga am Donnerstag in Gronau von Schiedsrichterobmann Karlheinz Dörsam erläutert. Eine flächendeckende Diskussion über die Sinnhaftigkeit der neuen Bestimmungen blieb aus, die Zusammenfassung der Neuerungen hatte den Vereinsvertretern im Vorfeld vorgelegen. Der stellvertretende Kreisfußballwart Martin Wecht äußerte eine Hoffnung: „Es wäre schön, wenn sich Spieler und Trainer die Regeln mal anschauen.“

Wenig optimistisch ist Dörsam, was die Spielzeit 2019/20 angeht. Zwar habe der jüngste Neulingslehrgang 13 neue Referees hervorgebracht, diese seien aber überwiegend im Jugendbereich einsetzbar: „Wir gehen weiter auf dem Zahnfleisch.“ Folge wird sein, dass in der D-Liga erneut „das eine oder andere Spiel nicht besetzt werden kann“, so Dörsam, der hofft, dass dies nicht auf die C-Liga übergreift.

Einem Beschluss der Vereinsvertreter folgend, ist die Richtzahl 16 zur Bestimmung der Klassenstärke abgeschafft worden. Für die neue Saison gilt: Der Erste steigt auf, der Letzte und Vorletzte ab. Ausnahme: C-Liga, wo es drei direkte Absteiger gibt. Ein Auffüllen einer Liga über die Relegation ist aber weiter möglich, so Kreisfußballwart Reiner Held. Die Runde startet am Wochenende 3./4. August, letzter Spieltag ist der 1. Dezember. Weiter geht es für alle 2020 am 8. März, die Runde endet am 24. Mai (D-Ligen eine Woche eher).

Eine Rekordzahl von 18 Kammerverfahren 2018/19 für alle Kreisligen bilanzierte der Vorsitzende des Kreissportgerichts, Rainer Beckerle, darunter einige nach rassistischen Äußerungen seitens von Zuschauern. Held appellierte nach einschlägigen Erfahrungen an die Vereine, nicht die Augen zu verschließen, sondern auf die Personen zuzugehen: „Hier hast du deine 2,50 Euro Eintritt zurück, und jetzt geh heim!“

Nach knapp eineinhalb Stunden war in Gronau die 19 Punkte umfassende Tagesordnung abgehakt – nur eine Frage blieb unbeantwortet: „Wie machen wir es künftig mit dem Videobeweis?“ Die Lacher hatte Hans Gondolph vom VfR Bürstadt jedenfalls auf seiner Seite. all

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