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Landessportbund

Sportschulen öffnen wieder

Archivartikel

Frankfurt.Nach einer dreimonatigen durch die Corona-Pandemie verursachten Zwangspause fährt der Landessportbund Hessen (lsb h) den Betrieb in seinen Sportschulen und Bildungsstätten wieder hoch. Ab gestrigen Montag wurden sowohl die lsb h-Sportschule in Frankfurt als auch die Sport- und Bildungsstätte Wetzlar der Sportjugend Hessen wieder geöffnet. Das Sport-, Natur- und Erlebniscamp Edersee der Sportjugend Hessen nimmt am 3. Juli seinen Betrieb wieder auf.

Übernachtungen werden sowohl in der Sportschule Frankfurt als auch in Wetzlar ab dem 1. Juli wieder möglich sein, am Edersee gleich mit dem Neustart am 3. Juli.

Bei den Sportschulen und Bildungsstätten handelt es sich um die zentralen Aus-, Fort- und Weiterbildungsstätten des organisierten Sports in Hessen. So stehen den Gästen in Frankfurt drei große Sporthallen, eine Schwimmhalle, 23 Seminarräume und 94 Zimmer mit normalerweise 184 Betten zur Verfügung. In Wetzlar sind es 36 Zimmer mit normalerweise 104 Betten, neun Tagungsräume und eine Sporthalle. Die Zimmer werden in der Regel derzeit nur mit einer Person belegt. Die Inbetriebnahme der Einrichtungen wird von einem umfangreichen Hygiene- und Gesundheitsschutzkonzept begleitet.

Tim Schmidt-Weichmann, Leiter der lsb h-Sportschule in Frankfurt, sagt: „Wir sind sehr gut vorbereitet und freuen uns, dass wir den Betrieb endlich wieder aufnehmen können.“

Den Schulsport nicht vergessen

Die jüngsten Lockerungen für den Vereinssport in Hessen hat der Landessportbund ausdrücklich begrüßt. „Es ist konsequent und notwendig, dass der Sport dem gesellschaftlichen Leben gleichgestellt wird“, urteilt lsbh-Hauptgeschäftsführer Andreas Klages. Er bezieht sich damit auf die Tatsache, dass Sport bis Mittwoch generell nur unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern möglich war, während diese Beschränkung für Personen aus zwei Hausständen in der Öffentlichkeit bereits ausgesetzt worden war.

Seit Donnerstag dürfen bis zu zehn Personen gemeinsam Sport treiben, ohne einen Mindestabstand einhalten zu müssen. „Das erleichtert den Sportbetrieb in vielen der rund 7600 hessischen Sportvereine“, so Klages. Insbesondere in Spiel- und Kontaktsportarten wie Fußball, Handball oder Kampfsport sei damit erstmals seit drei Monaten wieder ein praxisnaher Trainingsbetrieb möglich.

Im Zusammenhang mit der Rückkehr zum Präsenzunterricht an den hessischen Grundschulen appelliert der Landessportbund, den Schulsport nicht zu vergessen. „Sport hat positive Auswirkungen auf die Gesundheit und das Immunsystem sowie auf das Sozialverhalten und letztlich auf die Konzentrationsfähigkeit von Kindern“, sagt Prof. Dr. Heinz Zielinski, als Vizepräsident des Landesportbundes für den Bereich Schule, Bildung und Personalentwicklung zuständig. Gerade mit Blick auf die lange Sportpause sei ein Verzicht auf das Fach Sport aus Sicht des lsb h nicht zu verantworten. red

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